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Bienenstich

Anmeldungsdatum: 08.01.2011 Beiträge: 7649 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 09.01.2012, 10:59 Titel: Fahranfänger |
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Brauch mal ein paar Ratschlage von euch, aber nicht näh- sondern erziehungstechnisch
Sohnemann hat seit einem halben Jahr den Führerschein (mit Begleitung). Am Anfang ging es ja noch, aber jetzt: Am Berg anfahren hat er erst mit Göga gelernt (wird heutzutage beim FS nicht mehr geübt) und jetzt wird er in jeder Hinsicht immer unsicherer. Eine Unterführung (Hauptverbindung zw unseren 2 Ortsteilen) ist heimtückisch, die Straße erst recht und unser Auto hat sich sowieso gegen ihn verschworen. Immer schön die anderen schuld. Als ich dann mal vorsichtig anmerkte, daß ein Auto nur eine Maschine (wie der Computer) ist, und nur auf deine (manchmal falschen) Befehle reagiert, meinte er nur, ich hätte ja auch so meine Probleme mit dem Com. Aber im Gegensatz zu ihm weiß ich, was ich nicht weiß
Mittlerweile will er fast gar nicht mehr fahren (wenn, dann nur ohne Berg) obwohl ich nach wie vor der Meinung bin: "Übung macht den Meister". In 6 Wochen wird er 18, dann dürfte er alleine fahren, aber das geht so gar nicht
Normalerweise ist er ja ganz vernünftig für sein Alter, aber ich hätte nicht gedacht, daß er sich mit dem fahren so schwer tut.
Wenn ich mit ihm gefahren bin, hab ich mich auch sehr bemüht, ihn aufzumuntern und nicht zu viel zu kritisieren (was oft schwer fällt und ich frag ihn, wenn er Zeit hat, immer wieder für kleine Fahrten, aber er will meist nicht, so wird das nie was...
Vielleicht habt ihr den einen oder anderen Ratschlag für mich? _________________ Gruß Bienenstich |
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Verfasst am: 09.01.2012, 10:59 Titel: Werbung |
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dunno

Anmeldungsdatum: 27.11.2011 Beiträge: 321 Wohnort: München
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Verfasst am: 09.01.2012, 11:21 Titel: |
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hmm... ich kann nur erzählen, wie's bei mir war - ob dir das was hilft, weiß ich nicht.
ich hab den führerschein ganz regulär mit 18 gemacht und bin von anfang an zwar halbwegs sicher gefahren, hab das auto aber nicht nur als fortbewegungsmittel sondern vor allem auch als "mord-instrument" gesehen. hab zwar schon darauf vertraut, dass ich "so gut irgendmöglich" reagieren würde, aber hatte immer angst, dass andere verkehrsteilnehmer versehentlichen blödsinn machen, den ich dann eben nicht ausgleichen kann (aus panik oder so) und dass ich dann mit-verantwortlich für den tod eines anderen menschen sein könnte.
mir war auch klar, wie unpraktisch, unwahrscheinlich und irrational diese angst war und bin einfach ungern gefahren. und nachdem ich in münchen studiert hab, konnte sich das fahren auch gut vermeiden lassen.
erst mit 23 hab ich dann beschlossen, mich durch "schocktherapie" zum überwinden der angst zu zwingen und habe einen studentenjob als verkehrserzieherin beim adac angefangen, wo ich dann viel fahren MUSSTE und da habe ich dann langsam angefangen umzudenken - je länger ich unfallfrei war, desto mehr hat das fahren auch spaß gemacht...
ich würde mich immer noch als vorsichtigen fahrer bezeichnen und mein misstrauen gegenüber der anderen autofahrer werde ich wohl nie GANZ ablegen, aber wenn ich mir so manchen anderen verkehrsteilnehmer so anschaue, ist das wohl auch begründet... ^^
also m.e. hilft wirklich nur die praxis - aber er muss es selbst einsehen, dass er das üben muss - ihn dazu zu überreden wird nicht viel bringen, dazu ist er sehr wahrscheinlich noch zu sehr in der pubertät.
er muss es selber lernen WOLLEN. und das vermutlich nicht unter mamas oder papas anleitung.
wenn er so vernünftig ist, wie du ihn einschätzt, dann wird er kaum dann am 18. geburtstag sich ins auto setzen und mit 200 über die autobahn brettern. entweder wird er solange er kann wenig bis gar nicht fahren oder er sieht irgendwann selber ein, dass er es lernen muss und wird entsprechend vorsichtig anfangen. (hoffentlich...) _________________ Liebe Grüße,
Vroni
“Wer nicht singt, weiß nichts vom Glück, das im Singen liegt, vom absoluten Glück.” (Gabriel García Márquez)
If you fall, I'll be there. - Floor |
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Nähnadel

Anmeldungsdatum: 14.03.2007 Beiträge: 5788
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Verfasst am: 09.01.2012, 11:29 Titel: |
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Oh, ja, begleitetes Fahren - habe es mit einigen "Fast-Herzattacken" zum Glück hinter mir. Allerdings meinte mein Sohn "ALLES" zu können.....
Wie sieht es denn mit einem Übungsplatz aus?
Oder ist er einfach nur unsicher, weil Mama neben ihm sitzt? (Und immer das Bodenblech durchtritt? ) Er ist diese Straße doch bestimmt auch in der Fahrschule gefahren, wenn das eine Hauptverbindung ist, oder?
Auf jeden Fall: Mut machen. Und wenn möglich diese natürlich wahren Bemerkungen ersparen, dass jedes Werkzeug nur so gut ist wie sein Benutzer....  _________________ Liebe Grüße
Nähnadel Elke
Gegen nähen hilft nur nähen. |
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schlüppche

Anmeldungsdatum: 06.10.2010 Beiträge: 10703 Wohnort: 63110 Rodgau
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Verfasst am: 09.01.2012, 11:40 Titel: |
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Hallo Bienenstich,
meine Zwillinge (Mädchen) sind da total unterschiedlich.
Sie haben jetzt beide ihre zwei Jahre Probezeit hinter sich gebracht.
Die eine ist sehr ängstlich (auch bergauf fahren) und übervorsichtig.
Traut sich nicht richtig alleine zu fahren, nur bekannte Strecken und wo nicht so viel los ist.
Ihre Schwester dagegen ist gleich drauf los gefahren. Sie ist in die Schweiz und nach Holland gefahren und fährt sehr gerne Autobahn.
Sie sind eineiige Zwillinge und doch so unterschiedlich.
Ich würde mir da keine Gedanken machen, mit der Zeit wird er die Sicherheit bekommen _________________ ___________________
lieben Gruß
Christine |
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Nordlicht
Anmeldungsdatum: 22.03.2010 Beiträge: 655 Wohnort: Harpstedt
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Verfasst am: 09.01.2012, 12:05 Titel: |
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Das kommt mir doch so ein bisschen bekannt vor.
Meine Tochter hat auch den Führerschein mit 17 gemacht.
Jedesmal wenn ich mit ihr gefahren bin, war ich froh wenn ich wieder mit ihr zuhause war.
Sie übersah einige Sachen oder sie nahm es einfach nicht so genau. Wenn ich dann mal was gesagt habe, was selten vor kam. Kam nur von ihr: Du irretierst mich.
Wenn sie dann mit meinem Mann gefahren ist, war das natürlich die Hölle. Alles wuste er besser und so verlor sie natürlich die Lust.
Oft habe ich zu ihm gesagt, er solle doch einfach mal nichts sagen. Denn das fahren haben sie doch nun irgendwie gelernt.
Wenn sie mit 18 den Führerschein gemacht hätten, würde sie auch alleine fahren.
Was einfach unser Problem ist, wir Eltern sehen ja nunmal die Gefahren ganz anders. Ist ja auch natürlich, da wir ja auch viel mehr Fahrpraxis haben.
Als meine Tochter letztes Jahr ihren schweren Autounfall hatte, war sie auch nur noch schwer ins Auto zu bekommen. Sie gab es zwar nicht zu und das macht sie heute noch nicht, dass sie doch reichlich Angst vorm Fahren hatte.
Ich bin da drauf nochmal zu der Fahrschule hin und schilderte das Problem.
Leider hatte sie dann der Fahrlehrer nicht wieder gemeldet, so habe ich mir dann eine andere Fahrschule gesucht und so hat sie da nochmal eine Fahrstunde gehabt und ich kann sagen, es hat enorm viel gebracht. Seit dem Fährt sie wieder mehr.
Und das Gespräch was ich mit dem Fahrlehrer hinterher geführt habe, war total positiv. Er meinte nur, sie würde wie eine 20 jährige fahren und wir sollten sie mal ruhig an der langen Leine fahren lassen. Also immer irgendwie ein Auge drauf.
Und ich denke so wird es bei deinem Sohn auch sein. Er wird seinen eigenen Fahrstil haben und klebe dir ruhig mal deinen Mund zu..gg. wirst sehen, dann wird es auch besser.
Unser Problem ist einfach, dass wir um unsere Kinder Angst haben, dass was passiert.
Spreche da ja nun wirklich aus Erfahrung.
Liebe Grüße
Manuela |
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LenchensMama

Anmeldungsdatum: 08.01.2009 Beiträge: 1050 Wohnort: HE
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Verfasst am: 09.01.2012, 12:23 Titel: |
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Hallo Bienenstich,
er hat ja seinen Führerschein, den hat er ja nicht umsonst bekommen.... Prüfer können echt pingelig sein.. und das ist ja gut.
Ganz ehrlich wahrscheinlich ist das Problem einfach erstmal... das andere Auto... und das die Eltern mit Fahren. Wenn ich an meine erste Fahrt im Auto zurückdenke, nachdem ich den Lappen hatte... omg... das Auto(Opel Corsa) ging dauernd aus....dann bin ich mit meienr Mum und 2 Freundinnnen ins die Stadt gefahren.... ein desaster. Die Woche drauf sind wir nach Dänemark gefahren und mir blieb nur Papis Auto Opel Omega... tja da haben wir ein bisschen Anfahren geübt und dannach durfte ich auch alleine fahren. Und ich mus sagen ganz alleine ging es am besten.
Vor 3 JAhren habe ich dann den LKW Führerschein gemacht.. und muss sagen die Ansprüche in der Fahrschule sind in der Zeit ernorm gestiegen.
Von der Feuerwehr aus, musste ich ein Fahrsicherheitstraining mit dem Tanklöschfahrzeug machen... und ich muss sagen.... dadurch habe ich mich damit dann richtig sicher gefühlt.
Der ADAC bietet doch überall für Fahranfänger billiger, wenn nicht sogar kostenlose Fahrsicherheitstrainings an. Kümmer dich um sowas... mach ihm das zur Bedingung alleine fahren zu dürfen... und vertrau ihm einfach... Eltern können Kinder da echt unter Druck setzten.
LG Dani |
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stickelfe

Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 2577 Wohnort: Münsterland
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Verfasst am: 09.01.2012, 12:29 Titel: |
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Mh, als ich damals Führerschein gemacht habe, war ich 18 und durfte dann ja sofort alleine fahren. Ich hatte aber noch kein eigenes Auto und mußte auf Vaters Gnade hoffen. Wenn mein Vater dabei war, bin ich dermassen unsicher gefahren, dass ich mich heute noch wunder, das ich keinen Unfall gebaut habe.
Bergauf fahren habe ich zwar in der Fahrschule gelernt, aber: ich komme aus dem Flachland, der Hügel, an dem wir üben konnten war ca. 15 m lang, gelernt habe ich es also nicht wirklich. Bei meiner ersten Alleinfahrt mit Vaters Auto stand ich an einer roten Ampel auf einer leicht abschüssigen Strasse (heute würde ich sagen, die Strasse war topfeben ) und ein Taxi hielt dicht hinter mir. Ich bin bald gestorben, als ich anfahren mußte und hab die Strasse lange zeit gemieden.
Mein erstes Auto habe ich 2 Jahre nachdem ich Führerschein gemacht habe bekommen. Geübt habe ich dann mit meinem damaligen Freund, meine Eltern haben mich zu stark irritiert.
Mein Vater hat heute noch an meinem Fahrstil was auszusetzen und inzwischen habe ich 30 Jahre den Führerschein. Ich glaube, bei Eltern ist das einfach so. Spendier Deinem Sohn vielleicht noch mal eine Fahrstunde oder vielleicht kann er mit einem Bekannten noch mal üben - alles ist besser, als mit den Eltern zu üben, so weh es als Elternteil auch tut. _________________ Grüße aus dem Münsterland
Ulrike
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. |
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tanzmaus64

Anmeldungsdatum: 11.02.2008 Beiträge: 11283 Wohnort: Wülfrath
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Verfasst am: 09.01.2012, 13:17 Titel: |
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Unser Sohn darf in einem halben Jahr selbständig Auto fahren.
Begleitet haben wir ihn bisher nicht. Er darf nicht mit unserem Auto fahren, weil die Versicherung dann immens teuer wird. Und Göga braucht den Wagen, um zur Arbeit zu fahren.
Simon fährt schon mal den Ford Transit von seinem Vater, wenn der daneben sitzt. Er fährt wohl ganz gerne.
Ich setze mich schon nicht daneben, weil ich auch bei erfahrenen Fahrern Panikattacken habe. Das werde ich unserem Sohn nicht antun.
Er hat einen Motorroller bekommen und war damit immer unterwegs (bis sie ihn neulich zu Schrott gefahren haben). Dadurch hat er auch mehr Sicherheit im Verkehr erlangt. Und er musste schon mehr aufpassen, weil es ihm ja direkt ans "Fell" gegangen wäre, wenn er unvorsichtig ist.
Und wenn das Wetter wieder besser ist, dann gibt es einen neuen Roller, denn ein Zweitwagen sitzt nicht dran für den Herrn Sohn. Auch wenn er ihn soooo gerne hätte.
Das ist vielleicht eine Option bei Euch: ein Auto für ihn, wo auch eine Beule nicht weiter tragisch ist?
Ich denke, wir haben es auch alle so gelernt und erst mal alleine Üben hat's dann gebracht. Ohne Argusaugen daneben, die Alles sehen. _________________ Und Erstens kommt es anders als man meistens Zweitens denkt
Lieber Gruss
Gabi
Freue mich über Besuch auf meinem Blog:
http://tanzmaus64.blogspot.de/ |
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Bienenstich

Anmeldungsdatum: 08.01.2011 Beiträge: 7649 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 09.01.2012, 13:45 Titel: |
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nochmal ganz herzlichen Dank für eure Tipps. Die Unsichereit ging eigentlich von ihm aus, wir haben ihn nicht kritisiert, sondern ermutigt.
Jetzt hat Göga aber sowieso (schon seit Monaten) geplant, einen Zweitwagen anzuschaffen den ich (hab bisher nur das Rad) dann abwechselnd mit Sohnemann benutzen könnte. Außerdem ist er im Sommer mit der Schule fertig, mal sehen, ob er dann nicht sowieso eins braucht. Ich hätte schon lange gerne ein Auto für mich, lohnt sich aber nicht wirklich, da wir sehr zentral wohnen. Andererseits könnte ich dann Schwiemu öfter kutschieren. Und Töchterchen wartet schon sehnsüchtig darauf, vom großen Bruder chaffiert zu werden.
Vielleicht geht es ja wirklich besser, wenn keiner von uns daneben sitzt.
Mit Fahrsicherheitstraining ist es hier schwierig, da wir sehr ländlich wohnen, wäre mind 1 bis 1 1/2 Std Anfahrtszeit. Ein paarmal werden wir aber bis zu seinem Geb noch mit ihm üben. Denn auch das "neue" Auto wird nicht baugleich wie sein Fahrschulauto sein (welches viel besser als unseres fuhr ). _________________ Gruß Bienenstich |
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Stephanie

Anmeldungsdatum: 20.11.2010 Beiträge: 4455
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Verfasst am: 09.01.2012, 13:56 Titel: |
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Also zur Reaktion deines Sohnes kann ich folgendes sagen: MEINER reagiert genauso! Sie wissen es! sie können es nur nicht zugeben, schon garnicht vor der eigenen Mutter.....
Ansonsten kann ich nur Fahrtraining empfehlen, sowas muß es doch für junge Leute geben ( aber dann ohne Eltern) _________________ Hier Blogge ich....
http://321steffiespatchbuttons.blogspot.com/
von Steffie |
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Verfasst am: 09.01.2012, 13:56 Titel: Werbung |
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