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Osomyr-Trilogie Band 2 - 03.03.2015




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1251
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 03.03.2015, 17:42    Titel: Osomyr-Trilogie Band 2 - 03.03.2015

VIII

Fronan sollte recht behalten – es wurde tatsächlich immer heißer.
Sie hatten die Grenze jetzt schon einige Stunden hinter sich gelassen und stapften über weite Steppen, die sich mehr und mehr von saftigem, grünem Gras in dürres, trockenes Stroh verwandelte. Weit in der Ferne waren die ersten Berge als rötlichgraue Erhebungen bereits zu erahnen und dahinter begann laut Soltars Aussage die Wüste.
„So fühlt sich also ein Brot im Ofen“, raunte Dimnar Sharani schließlich zu und brachte sie damit zum Lachen.
„Dem Brot geht’s noch viel schlechter als dir“, erwiderte sie genauso leise.
„Gar nicht. In spätestens zwei Stunden habe ich die gleiche harte, braune Kruste.“
„Nur riechst du dann nicht so gut, wie ein frisches Brot.“
Taris piekte seinen Freund in die Seite, während sich Tcha’ron und Sindamel das Lachen verkneifen mussten.
„Autsch! Lass das“, meckerte der junge Elb und versuchte Taris’ piekenden Finger zur Seite zu schieben, doch dieser ließ nicht locker.
„Na ich muss doch sehen, ob du schon gar bist, oder noch nicht.“
„Ich hab doch gesagt, erst in zwei Stunden.“
„Bis dahin sollten wir eine Unterkunft gefunden haben“, warf Sindamel ein und deutete nach vorn. „Seht ihr? Dort scheint es eine Siedlung zu geben.“
Sharani kniff die Augen ein wenig zusammen. „Wie Häuser sieht das aber nicht grade aus. Und was ist das für eine Staubwolke?“
„Da kommt etwas näher.“ Tcha’ron war stehen geblieben und seine Hand war unwillkürlich zu seinem Gürtel gewandert, an dem normalerweise sein Schwert hing. Als er ins Leere griff, stieß er einen halblauten Fluch aus. Soltar hatte ihm seine Waffe und die Beinschienen noch nicht wieder zurückgegeben.
„Ganz ruhig“, sagte Sindamel leise zu seinem Freund, als er dessen Bewegung gewahr wurde. „Lassen wir sie erst einmal näher herankommen. Vielleicht sind sie ja nur genauso neugierig, wie wir es auch wären.“

Mit gemischten Gefühlen beobachtete Taris, wie die Wolke immer größer wurde und er versuchte zu erkennen, wer oder was sich ihnen da so eilig näherte. Ganz langsam konnte man durch den Staub die Umrisse mehrerer Reiter erkennen, und als sie schließlich wenige Meter vor ihnen ihre Pferde zum Stehen brachten, schluckte der junge Magier sichtlich und wäre um ein Haar einige Schritte zurückgewichen.
Vor ihnen standen, hoch zu Ross, fünf vermummte Gestalten. Lediglich ihre Augen waren zu sehen und diese blickten nicht gerade freundlich drein.
„Was wollt ihr hier? Das ist unser Territorium, wer es durchqueren will, braucht unsere Erlaubnis.“
Sindamel hob beschwichtigend die Hände. „Verzeiht, das wussten wir nicht. Wir sind lediglich auf der Durchreise und mit den hiesigen Gepflogenheiten nicht vertraut. Sagt, wo können wir denn eine Erlaubnis für die Weiterreise bekommen?“
Die linke Augenbraue des Vermummten hob sich. „Weiterreisen? Fürs Erste werdet ihr nirgends hingehen. Erst müssen wir klären, ob es stimmt, was ihr sagt! Ihr könntet genauso gut Spione der Behren Tash sein.“
„Der wer?“
Sharani, die diese Frage gestellt hatte, sah den Mann aus großen Augen an. So ganz wohl fühlte sie sich nicht. Diese fünf Männer, von denen man nur die Augen sehen konnte, wirkten einschüchternd und alles andere als freundlich gesonnen.
Besonders ihr Sprecher, der sie gerade eindringlich von Kopf bis Fuß musterte, hatte eine abweisende Aura.
Der Mann betrachtete die kleine Gruppe vor sich mit großem Misstrauen. Vor allem die junge Frau bei ihnen. Der große Kobold hatte wie zum Schutz eine Hand auf ihre Schulter gelegt und sie sprach so offen, als wäre sie gleichberechtigt, was keinen von den Männern zu stören schien. Bei den Behren Tash wäre so etwas undenkbar. Dennoch, vielleicht hatten diese sich ja eine neue Strategie ausgedacht und versuchten nun, mit dieser Taktik noch mehr Karawanen überfallen zu können.
„Kommt mit“, herrschte er sie nach einer Bedenkzeit an. „Wir werden ja sehen, was Akilah von euch hält.“
„Fürst Akilah?“, erkundigte sich Sindamel vorsichtig, doch er bekam schon keine Antwort mehr. Stattdessen wurden sie von den fünf Reitern eingekreist, die sie im Schritttempo vor sich hertrieben, bis in einiger Entfernung, direkt am Fuß der Berge, ein Zeltlager zu sehen war.
Sindamel beschloss, es noch einmal zu versuchen.
„Verzeiht, aber sagtet Ihr vorhin etwas von Fürst Akilah? Wir waren nämlich auf der Suche nach ihm. König Medil aus Guyan hat ihn uns genannt und …“
„Der Fürst ist zur Zeit nicht da“, unterbrach ihn der Reiter schroff, ohne Sindamel auch nur anzusehen. „Ihr werdet euch also gedulden müssen und so lange werdet ihr nicht anders behandelt, als andere Eindringlinge auch.“
Seine Gefährten, die bisher noch keinen Ton von sich gegeben hatten, schwiegen auch weiterhin, lenkten aber ihre Pferde nun zusammen und zogen den Kreis um die Gruppe somit enger.
Sharani bekam mehr und mehr den Eindruck, dass sie hier tatsächlich als unerwünschte Eindringlinge angesehen wurden und sie rechnete damit, dass man sie fesselte, doch nichts dergleichen geschah.
Als sie die Zelte erreichten, führte man sie zu einem kleineren Exemplar in der Mitte der Anlage und ließ sie darin alleine. Lediglich vor dem Eingang waren zwei, ebenfalls vermummte, Wachen aufgestellt worden.
Das Innere des Zeltes war spartanisch eingerichtet: Ein Teppich, schon alt und reichlich abgetreten, einige große Sitzkissen und ein Stapel Decken. Mehr gab es nicht.
Müde vom langen Fußmarsch und der ungewohnten Hitze, die im Zelt zwar erträglicher, aber immer noch unangenehm war, ließen sich die Gefährten auf den Kissen nieder und harrten der Dinge, die da kommen würden.
„Die sind aber ganz schön unvorsichtig“, raunte Dimnar seinen Freunden zu, als sie nach einer Stunde immer noch alleine waren. „Wir hätten uns schon längst aus dem Staub machen können, ohne dass die was mitbekommen hätten.“
„Irrtum, junger Freund“, erwiderte Tcha’ron genauso leise. „Vergiss nicht, dass wir quasi mitten in deren Lager sitzen. Unwahrscheinlich, dass uns da keiner bei einem Fluchtversuch bemerkt. Und selbst wenn es uns gelungen wäre – wohin sollten wir denn gehen? Wir befinden uns bereits am Rand der Wüste – ohne Ausrüstung, ohne Wasser und vor allem ohne auch nur den kleinsten Hinweis, wie wir gehen müssen, damit wir uns nicht verlaufen. Nein, glaub mir, diese Leute wissen genau, was sie tun.“
„Ach ja?“ Der junge Elb wirkte skeptisch. „Aber warum kümmert sich dann niemand um uns? Wollen sie uns hier ewig festhalten?“
„So lange sind wir hier noch gar nicht, Dimnar.“
Sindamel hatte sich auf seinem Polster ausgestreckt und starrte die Zeltplane an. „Außerdem hast du doch gehört, was sie gesagt haben: Fürst Akilah ist momentan gar nicht hier. Ich bin mir sicher es wird sich alles aufklären, wenn wir ihn sehen und mit ihm reden können.“
„Du bist ja ganz schön davon überzeugt.“
Sindamel schmunzelte. „Haben wir denn eine andere Wahl? Bisher hat zumindest noch niemand versucht, uns die Kehle durchzuschneiden, also sehe ich auch keinen Grund, nicht zuversichtlich zu sein.“
Grummelnd zog sich Dimnar in eine Ecke zurück. Er teilte die Auffassung seines Bruders gar nicht. Stattdessen begann er nach einer Weile doch wieder damit, Fluchtpläne zu schmieden. Irgendwie würden sie hier schon unbemerkt herauskommen. So schwer konnte das schließlich nicht sein. Zu dumm, dass sie keine Tücher hatten, mit denen sie sich genauso vermummen konnten, wie ihre Wächter dort draußen vor dem Zelt.
Verkleidet würde es ihnen nicht schwerfallen, sich unbemerkt im Lager zu bewegen. So kämen sie vielleicht auch an Pferde, und ehe sich diese Banditen versahen, wären sie über alle Berge …
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 03.03.2015, 17:42    Titel: Werbung



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