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Osomyr-Trilogie Band 2 - 15.03.2015




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1282
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 15.03.2015, 20:29    Titel: Osomyr-Trilogie Band 2 - 15.03.2015

Dimnars Gedanken wurden jäh unterbrochen, als der Vorhang, der den Zelteingang bedeckte, zur Seite geschoben wurde und ein Mann mit einem Tablett in den Händen eintrat. Auch er hatte das obligatorische Tuch vor dem Gesicht, das nur die Augen frei ließ, doch er wirkte wesentlich jünger, als die Männer zuvor.
Behände stellte er das Tablett, auf dem kleine, frisch duftende Fladenbrote, etwas Fleisch, getrocknete Früchte und eine Karaffe mit Wasser standen, auf dem Boden in der Mitte des Zeltes ab und wollte gerade wieder gehen, als ihn Sindamel ansprach.
„Verzeiht bitte, aber ist Fürst Akilah schon wieder zurück?“
Der junge Mann drehte sich überrascht um und blickte den Waldelb aus seinen dunklen Augen prüfend an.
„Nein, ist er nicht“, sagte er schließlich und seine Stimme kratzte dabei etwas, als hätte er den Stimmbruch noch nicht ganz abgeschlossen.
„Bis wann wird er denn zurückerwartet?“
„Anan sagt, ich soll mit euch nicht reden“, erwiderte der junge Mann zögernd und musterte der Reihe nach jeden einzelnen ‚Gast’. An Sharani blieb sein Blick schließlich hängen und er schien von ihr fasziniert.
„Wir werden Euch gewiss nicht verraten.“ Sindamel griff nach einem der kleinen Brote und brach sich ein Stückchen davon ab. Ehe er es in den Mund steckte, sagte er: „Wir haben wirklich nichts Böses im Sinn und wollen nur rasch weiterreisen. Deshalb wäre es uns auch so wichtig, so bald wie möglich mit Fürst Akilah zu sprechen.“
„Man weiß nie, wann er wieder da ist. Vielleicht morgen schon, vielleicht auch erst in drei Tagen.“
„Kadir! Anan will dich sprechen.“
Ein weiteres verhülltes Gesicht blickte herein und der junge Mann zuckte zusammen und beeilte sich, das Zelt zu verlassen.
„Die sind ja ganz schön misstrauisch“, murmelte Taris, als sie wieder alleine waren und auch er nahm sich ein Stückchen Brot.
„Vermutlich haben sie auch allen Grund dazu“, erwiderte Tcha’ron. „Diese Behren Tash, von denen sie sprachen, scheinen ihnen ziemlich zuzusetzen.“
„Ehrlich gesagt war der Empfang damals am Hof König Medils auch nicht gerade viel herzlicher“, warf Sharani ein. „Eher im Gegenteil.“
Dimnar widersprach ihr sofort. „Das war was anderes. Sie dachten, du wärst von den Kobolden geschickt, das kann man doch gar nicht vergleichen.“
„Wieso nicht? Was ist daran jetzt anders? Sie halten uns für Spione der Behren Tash, so wie mich die Wachen damals für einen Spion Rho’kons hielten.“
„Natürlich war es anders. Du siehst ja auch aus wie ein Kobold, aber…“
Sharani sprang auf und warf Dimnar ihr Kissen an den Kopf. „Woher willst du wissen, wie diese Behren Tash aussehen? Klugscheißer!“
„Sha’rany!“ Tcha’ron griff nach dem Arm seiner Tochter und zog sie zu sich, während Sindamel Dimnar das Kissen aus der Hand riss, das dieser grade zurückwerfen wollte.
„Hör auf, Sha’rany, das hat doch keinen Sinn! Was ist nur in dich gefahren?“
„Dimnar, was hast du dir nur dabei gedacht? Sharani hat recht, unser Volk hat genauso gehandelt wie dieses hier.“
„Aber...“ Dimnar wollte sich nicht so rasch geschlagen geben, als ihn Taris unterbrach: „Ist euch eigentlich aufgefallen, dass es hier gar keine Frauen zu geben scheint?“
Verblüfft wandte sich Dimnar seinem Freund zu und sein zorniger Gesichtsausdruck verschwand, um einem fragenden Platz zu machen.
„Was? Wie meinst du das?“
Taris’ Blick ruhte auf Sharani, als er antwortete: „Ich mein ja nur – als wir hergebracht wurden… Und auch jetzt, das Essen wurde uns von einem Mann gebracht. Habt ihr seinen Blick nicht gesehen, mit dem er Sharani angestarrt hat? Ich habe in diesem Lager noch keine einzige Frau gesehen.“
„Vielleicht sind sie wegen der Hitze einfach in den Zelten“, mutmaßte Sharani, die sich mittlerweile wieder gesetzt hatte. So ganz überzeugt schien sie von ihren Worten aber nicht zu sein. Auch die anderen überlegten angestrengt, was es mit dieser Entdeckung auf sich haben könnte.
„Wir werden wohl warten müssen, bis der Fürst zurückkehrt“, sagte Sindamel nach einer Weile des Schweigens. „Rätselraten bringt uns hier leider auch nicht weiter.“
„Schon wieder warten.“ Grummelnd nahm sich Dimnar eine Handvoll Trockenobst, stand dann auf und ging zu Sharani. „Es tut mir leid, dass ich dich grade so angefahren habe. Du hast ja recht mit dem Vergleich, auch wenn es mir nicht gefällt.“
„Ich hätte das Kissen auch nicht nach dir werfen sollen“, gab sie verlegen zu, was ihren Vater zu einem Schmunzeln veranlasste.
Dimnar hielt ihr das Obst unter die Nase und rieb sich mit der freien Hand die Stirn, an der ihn das Kissen getroffen hatte.
„Ich bin nur froh, dass du nicht mit etwas anderem geworfen hast.“ Er zwinkerte ihr zu. „Beinah hättest du mich damit erschlagen.“
Die junge Frau nahm sich zwei Stücke von dem Trockenobst und reichte eines an Taris weiter, der auf dem Polster neben ihr und ihrem Vater saß.
„Hätte ich besser zielen sollen?“
„Etwas, so hat es nicht einmal für eine Beule gereicht.“
„Das nächste Mal zielst du besser auf seinen Mund“, wisperte Taris Sharani zu – laut genug, dass es alle hören konnten. „Dann meckert er vielleicht nicht mehr so viel.“
Tcha’ron stand auf und überließ Dimnar seinen Platz neben Sharani. Sollten die Drei sich ruhig noch etwas necken. Auf diese Art und Weise bestand wenigstens nicht die Gefahr, dass sie auf dumme Fluchtgedanken kamen.
„Was hältst du von Taris’ Bemerkung bezüglich der fehlenden Frauen?“, fragte er Sindamel leise, nachdem er sich zu ihm gesellt hatte. „Glaubst du, diese Behren Tash könnten etwas damit zu tun haben? Der Schneider erwähnte doch etwas von Frauenhandel.“
„Ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. König Medil wusste leider selber nicht viel über Fürst Akilah und die Begebenheiten in Samari. Das hätte vieles einfacher gemacht.“
„Also bleibt uns tatsächlich nur die Warterei?“ Der Kobold seufzte. „Ich hoffe, er kehrt bald zurück. Ich mache mir Sorgen wegen Sha’rany. Sollte es hier tatsächlich keine Frauen geben, dann ist das hier nicht der sicherste Ort für sie.“
„Wir werden sie alle schützen. Niemand wird sie dir wegnehmen.“
Tcha’ron sah seinen Freund dankbar an, ehe er seinen Blick wieder den jüngeren Kameraden zuwandte, die sich immer noch kabbelten und gegenseitig mit Obst und Brot versorgten.
Wie lange mochten sie hier wohl noch festsitzen?
_________________
Alles Liebe
Petra



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BeitragVerfasst am: 15.03.2015, 20:29    Titel: Werbung



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