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Osomyr - Trilogie Band 2 - 02.03.2021




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1366
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 02.03.2021, 16:53    Titel: Osomyr - Trilogie Band 2 - 02.03.2021

Trotz ihrer geringen Größe und der Tatsache, dass es nur ein einziges Segel gab, waren die Boote des kleinen Volks erstaunlich flink und kamen gut voran.
Taris war mit Sharani und ihrem Vater im Boot von Falur untergebracht, während Sindamel und Dimnar im anderen reisten.
Schon recht bald hatten sich alle die dicken Umhänge übergestreift, was von den Männern an Bord mit belustigten Blicken quittiert wurde, aber nach den hitzereichen Tagen in der Wüste froren sie hier auf dem Wasser entsetzlich und je länger sie unterwegs waren, desto schneidender wurde die Kälte.
Viele Stunden waren sie jetzt bereits unterwegs und Taris fragte sich ernsthaft, wie lange es wohl noch dauern würde, bis sie hier an Deck festfroren. Die Gischt, die über die Bordwand schwappte, hinterließ bereits Eiskristalle auf dem Holz und Sharani hatte sich ganz eng an ihn und ihren Vater geschmiegt, um der Kälte, so gut es ging, zu entgehen.
„Ihr bekommt anständige Kleidung, sobald wir in den Stollen sind“, versprach Falur, als er Sharanis blau gefrorener Lippen gewahr wurde, und löste einen ledernen Trinkschlauch vom Gürtel, den er ihr reichte. „Hier, trink. Das wärmt auf – aber vorsichtig.“
Vorgewarnt durch diesen gut gemeinten Hinweis nippte Sharani nur an der scharf riechenden Flüssigkeit und das war auch gut so.
Wie heißes Feuer brannte sich diese ihren Weg durch ihre Kehle bis in den Magen und die junge Frau schnappte nach Luft, doch dann breitete sich wohltuende Wärme in ihr aus und sie reichte Falur den Trinkschlauch mit einem dankbaren Lächeln zurück.
„Das weckt die Lebensgeister“, brummte Falur, der mit einem anerkennenden Nicken zugesehen hatte, wie sie das Lebenswasser getrunken hatte, ohne es sofort wieder auszuspucken oder sich darüber zu beschweren, wie es die Langen oft taten. „Hier, nehmt auch einen Schluck.“
Er drückte den Schlauch Tcha’ron in die Hand, der erst skeptisch, dann besorgt seine Tochter beobachtet hatte und nun auf seine Hand blickte.
„Was ist das für ein Höllentrank, den du da bei dir trägst?“, wollte er von Falur wissen, während er den Trinkschlauch zum Mund führte und ebenfalls einen Schluck nahm, wesentlich herzhafter allerdings, als seine Tochter. Er rechnete damit, einen kräftigen Schnaps oder ähnliches vor sich zu haben und damit hatte er so seine Erfahrung gemacht. Die ersten Tage nach dem Tod seiner Frau hatte er versucht, seinen Kummer darin zu ertränken, bis ihm bewusst wurde, dass da ja noch jemand war, um den er sich kümmern musste – Sharani. Um so überraschter war er nun, als sich die leicht ölige Flüssigkeit als reine Kräuteressenz entpuppte, die zwar fürchterlich schmeckte, aber im Gegensatz zu Alkohol keine negativen Nebenwirkungen hatte.
„Kein Höllentrank“, widersprach ihm Falur vehement. „Schon unsere Kinder bekommen das Lebenswasser löffelweise in die Milch.“
Tcha’ron hustete leicht und nur wer genau hinhörte, konnte ein leises ‚die armen Kinder’ heraushören. Falur jedenfalls schien es nicht bemerkt zu haben, sondern klopfte dem Kobold fürsorglich auf den Rücken und hielt zum Schluss auch Taris den Trinkschlauch unter die Nase.
„Hier, wärm dich auch auf.“
Der junge Magier schüttelte den Kopf. „Danke, lieber nicht. Mir ist gar nicht so kalt.“
Überrascht runzelte Falur die Stirn. Warum wollte der Knabe nichts trinken?
<Taris, trink einen Schluck. Du stößt ihn vor den Kopf>, drängte Soltar seinen Freund.
<Bin ich bescheuert? Ich hab Sharanis Reaktion darauf gesehen.>
<Dann hast du ja auch gesehen, dass ihr nichts passiert ist. Das Zeug brennt nur kurz im Hals, dann wird es dir aber gleich wärmer.>
<Mir ist wirklich nicht sonderlich kalt.>
<Du beleidigst Falur, wenn du nicht trinkst.>
Taris gab sich geschlagen und griff im selben Moment nach dem Schlauch, als Falur ihn mit einem Schulterzucken wieder an seinem Gürtel befestigen wollte.
„Ich habe es mir anders überlegt. Ein Schluck wird wohl kaum schaden.“
„So ist es recht, mein Sohn.“ Der kleine Mann reichte Taris den Trinkschlauch erfreut hinüber. „Ich mag Langbeiner, die sich auch etwas zutrauen.“
Noch immer nicht ganz davon überzeugt, dass sein Handeln richtig war, benetzte Taris ganz vorsichtig seine Lippen mit der Flüssigkeit, die Falur als Lebenswasser bezeichnet hatte, und nahm nur einen winzigen Schluck.
Er verzog das Gesicht, als ihm der scharfe Kräutertrunk die Speiseröhre nahezu wegätzte, und verstand nun auch, weshalb seine Freundin so nach Luft geschnappt hatte. Auch er kam sich gerade vor wie ein Fisch auf dem Trockenen, doch als er dann wieder frei atmen konnte und langsam wohlige Wärme in ihm aufstieg, gab er Falur sein Eigentum zurück und brachte sogar ein beifälliges Nicken zustande. „Ist gar nicht übel.“
Die dunklen Augen des Mannes blitzten belustigt, als er den Trinkschlauch wieder sorgfältig verschloss und verstaute. Es war zu drollig, wie der Menschenjunge mit hochrotem Kopf vor ihm saß, ganz offensichtlich das Lebenswasser, als grässlich einschätzte und ihm aber trotzdem erzählte, es wäre gar nicht übel. Die Langbeiner waren einfach nichts gewohnt, viel zu verweichlicht, fast schon wie die hellhäutigen Spitzohren, die Lichtelben.
Um Taris aber nicht noch in Verlegenheit zu bringen, ließ Falur seinen Blick gen Horizont schweifen und sagte: „In ein paar Stunden wird es dunkel und damit auch kalt. Besser wir richten euch langsam einen Schlafplatz ein, sonst erfriert ihr mir noch.“
Taris hätte beinahe gelacht. Es würde kalt werden? Was war das dann jetzt? Ein warmer Sommertag? Er riss sich jedoch zusammen und sagte nichts, sondern sah einfach zu, wie einer der Männer eine Luke im Boden öffnete, die er bisher glatt übersehen hatte, und im Inneren des flachen Bootsrumpfes verschwand.
Es dauerte ein Weilchen, ehe er zurückkam und Meldung machte, die Lager für die ‚Langen’ seien bereit und er habe ein paar zusätzliche Felle darauf gepackt, damit sie nicht so frieren würden.
Falur nickte und deutete dann auf die Luke im Boden.
„Ihr habt es gehört. Ab mit euch ins Warme. Bláinn würde es wohl kaum gerne sehen, wenn ich euch als Eisblöcke anbringe.“
Er musterte Tcha’ron kurz, der vorsichtig aufstand, und fügte dann hinzu: „Wenn ihr euch ein bisschen bückt, dann wird es schon gehen.“
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 02.03.2021, 16:53    Titel: Werbung



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Kiki Mum



Anmeldungsdatum: 17.03.2019
Beiträge: 721
Wohnort: Burgoberbach

BeitragVerfasst am: 02.03.2021, 20:02    Titel:

Hallo Zabanja, ich gabe in Eiltempo den 2. Band bis hierher gelesen, ich freue mich dass ich bisher nachlesen konnte. Gefällt mir sehr gut, bitte mach weiter
Gruß Barbara
_________________
Liebe Grüße Barbara 🧡🧵

Noch kein Zusammenhang erkennbar, aber ich bleib daran und geb nicht auf…
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