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Hunter: 19.01.2011




 
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 19.01.2011, 12:54    Titel: Hunter: 19.01.2011

Zwei Nächte nach dem Treffen mit Damien erschien Ulfgrim unerwartet bei mir. Sein Territorium lag eigentlich bei St. Johns, weshalb er sich längst nicht so oft meldete, wie Bjorn oder Gunnar. Dafür waren seine Neuigkeiten alarmierend: Sie waren aufgetaucht.
Natürlich hatten wir damit gerechnet, dass eines Tages auch Jäger nach Neufundland kommen würde, aber musste das ausgerechnet jetzt sein? Wir hatten hier einen vollkommen unausgebildeten Jungwolf sitzen, der weder die Regeln kannte, noch so abgebrüht war, um es mit ihnen aufnehmen zu können.
Ich betete zu den Göttern, dass es ein Zufall war, der uns diese Plage auf den Hals gehetzt hatte und dass es uns gelingen würde, sie auf eine falsche Fährte zu locken. Damiens Ausbildung musste warten.
Eine Art Krisensitzung wurde abgehalten und wir trafen den Entschluss, die H.o.A.C.s so lange an der Nase herumzuführen, bis sie selbige gestrichen voll hatten und wieder abzogen.
Klar waren wir nicht so dumm zu glauben, dass sie dann für immer fortbleiben würden, aber vielleicht gelang es uns ja, sie bis über die Grenze nach Amerika zu locken, was Damien die Zeit verschaffen würde, die er brauchte.
Natürlich war es gefährlich, eine falsche Fährte zu legen und es würden wohl einige Bauernopfer nötig sein – etwas, was dem Pelzie, sollte er es je erfahren, bestimmt nicht gefallen würde – aber es war schließlich nicht das erste Mal, dass wir es mit den Jägern zu tun hatten und es würde vermutlich auch nicht das letzte Mal bleiben.

Ich werde nie vergessen, wie sie uns aus Labrador vertrieben hatten, unserer ersten Heimat.
Sie waren eines Tages einfach da gewesen – vollkommen überraschend und wir, Gunnar, Ulfgrim, Bjorn und ich, hatten keinen blassen Schimmer, mit wem wir es zu tun hatten. Ujarak dagegen, der Mann, dem wir unser Vampirsein ‚verdankten’, hatte bereits von ihnen gehört. Zuerst glaubten wir ihm nicht, als er uns vor einer drohenden Gefahr durch diese Menschen warnte. Warum auch? Menschen waren uns doch jetzt unterlegen. Sie waren Nahrung, mehr nicht.
Unsere Meinung änderte sich allerdings schnell, als wir uns eines Nachts unvermittelt von zwei Dutzend grimmig dreinblickender Männer mit Fackeln und scharfen Schwertern umzingelt sahen.
Wir waren im ersten Moment viel zu überrascht, um reagieren zu können und so wäre Ulfgrim beinahe enthauptet worden, hätte sich Ujarak nicht geistesgegenwärtig auf den Angreifer gestürzt und diesem die Kehle regelrecht zerfetzt.
Die Schlacht, die daraufhin entbrannte, man darf es getrost als solche bezeichnen, war kurz aber heftig. Schnell und ziemlich schmerzhaft stellten wir fest, dass diese Männer mehr über unsere Art wussten, als wir selbst.
Die Narben, die uns ihre Waffen schlugen, sind bis heute zu sehen. Ich weiß, es geht das Gerücht um, dass Wunden bei Vampiren so rasch verheilen, dass sie nicht mehr zu sehen sind, aber das ist ein Mythos. Sie heilen schneller als bei Sterblichen und verblassen auch im Laufe der Jahrhunderte, aber sie verschwinden nicht wie von Geisterhand.
Wie dem auch sei: Wir überlebten diesen Kampf. Mit Müh und Not, aber immerhin.
Allerdings war der Preis, den wir für diesen Sieg zahlten, ziemlich hoch. Wir verloren alles, was wir uns bis dahin aufgebaut hatten: Unser Heim, unsere ‚Herde’ und unsere Zuversicht, uns hier trotz aller Widrigkeiten, die unser neues Leben mit sich brachte, wohl zu fühlen. Nun mussten wir wieder von vorne anfangen.
Lediglich für Ujarak hatte dieser Zwischenfall auch etwas Gutes: Wir standen tief in seiner Schuld und respektierten ihn von nun an, auch wenn er zeitweise immer noch recht arrogant war und es bis heute zuweilen sein kann.



Dem Zwischenfall in Labrador folgten etliche Jahre der Wanderschaft. Ujarak hatte von einer Gruppe Vampire gehört, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, den Jägern einen Strich durch die Rechnung zu machen und getrieben von Rachegelüsten für unsere erlittene Schmach machten wir uns auf, sie zu suchen.
Es sollten allerdings dreihundert Jahre vergehen, ehe wir sie tatsächlich fanden. Drei Jahrhunderte, in denen wir kreuz und quer durch das Land reisten, das heute als Kanada und nördliches Amerika bekannt ist und in denen wir den H.o.A.C.s mehr als einmal über den Weg liefen. Lediglich die Tatsache, dass wir seit damals grundsätzlich jedem Menschen misstrauten, der unseren Weg kreuzte, sorgte dafür, dass wir überlebten.

Mit der Zeit wurde es jedoch ruhiger. Die Anzahl der Jäger nahm ab, was vermutlich daran lag, dass die Menschen Gefallen daran gefunden hatten, sich gegenseitig umzubringen.
Gleichzeitig verloren sie den Glauben an das Übernatürliche: Vampire und Werwölfe wurden mit Naturgeistern wie Feen oder Trollen ins Reich der Phantasie verbannt – und uns war das ganz recht, bedeutete es doch, dass wir uns wieder ungestörter bewegen konnten.
Wir begannen, nach weiteren Mitgliedern für unsere Bruderschaft zu suchen, doch leider mussten wir feststellen, dass die meisten Vampire nicht an die alten Legenden glaubten. Von den Werwölfen ganz zu schweigen – sie griffen sofort an, wenn sie unsereins auch nur auf drei Kilometer rochen. Genau aus diesem Grund war mir Damien auch so wichtig.
Er konnte das fehlende Bindeglied zwischen den Garou und den Vampiren werden, denn eines stand fest: Wir konnten den H.o.A.C.s zwar immer wieder in die Suppe spucken, aber aufhalten konnten wir sie alleine nicht.

_________________
Alles Liebe
Petra



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BeitragVerfasst am: 19.01.2011, 12:54    Titel: Werbung



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