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Hunter: 12.04.2011




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 12.04.2011, 12:33    Titel: Hunter: 12.04.2011

Ich bin wenig im Verzug, ich weiß. Tut mir leid.





Shannons Gebrüll hatte inzwischen etliche Besucher angelockt und um nicht noch mehr Unruhe ins Haus zu bringen, gab ich nach.
Siv setzte sich neben mich, die Kleine auf dem Schoß und ich fütterte sie mit der unverletzten Hand so gut es ging.
Ehrlich gesagt: Besonders lecker sah der Brei nicht aus, den sie da angerührt hatten. Er roch auch nicht gerade toll, aber – wie ich später noch feststellte – er schmeckte wenigstens halbwegs passabel. Ja auch wir hatten die Ehre, den Brei zu essen, der aus geschrotetem Getreide und Wasser bestand. Anscheinend war es eines der Grundnahrungsmittel gewesen das, zusammen mit Brot, etwas Gemüse und ein wenig Fisch, täglich auf den Tisch kam.
Wenigstens hatte sich Siv die Mühe gemacht, den Brei für Shannon so fein und klümpchenfrei wie nur möglich zu halten. In meiner Portion dagegen fanden sich etliche Spelzen, die beim Schlucken entsetzlich kratzten.
„Wie sind die bei diesem Essen nur so groß geworden?“, meckerte ich in meinen praktisch nicht vorhandenen Bart und handelte mir dabei prompt einen ärgerlichen Blick von Siv ein.
„Sie waren eben nicht so verwöhnt wie die dummen kleinen Jungs heutzutage“, erwiderte sie spitz und gab Shannon das kleine Püppchen aus Stroh und Wolle zurück, das sie ihr in der Zwischenzeit gebastelt hatte und das die Kleine im wahrsten Sinn des Wortes zum anbeißen gerne hatte.
„Wir leben aber inzwischen im 20. Jahrhundert. Ehrlich Siv, man kanns auch übertreiben.“
„Wenn du nicht aufhörst zu meckern“, drohte sie mir leise, „bekommst du zum Abendbrot genau das Gleiche und Olaf, Annegret und ich teilen deine Pizza brüderlich unter uns auf.“
Bei der bloßen Erwähnung von Pizza knurrte mein Magen, was Siv zu einem Grinsen animierte. „Kein Stück“, bekräftigte sie nochmals, ehe sie mich mit meiner Breischale alleine ließ und mit Shannon ein wenig hinausging, um frische Luft zu schnappen.
Ich würgte den restlichen Brei hinunter und überließ mich dann meinen Gedanken. Die Jäger hatten uns aufgespürt und zwar nicht nur mein Zuhause in Gros Morn, sondern auch hier, in diesem Unterschlupf – oder waren sie nur zufällig hier gewesen, weil sie ganz Neufundland durchkämmten? Es wäre interessant zu wissen, ob die beiden neugierigen Touristen noch da waren und ob sie bei den anderen genauso anhänglich und unverschämt waren, wie bei mir. Eric kam mir wieder in den Sinn. War er ein Opfer der H.o.A.C. geworden? Das würde zumindest sein Verschwinden erklären. Hoffentlich hatte dieser Bjorn heute Nacht gute Laune und hielt sein Versprechen, mich in das Geschehen einzuweihen, denn ich wurde den Verdacht nicht los, dass ich von allen hier am wenigsten wusste.

Draußen wurde es endlich leiser, das Schaudorf schloss seine Pforten und gleich darauf tauchte Siv bei mir auf.
„Hältst du hier noch etwas durch?“
„Wieso? Ist der Pizzalieferant in den Streik getreten?“
„Blödmann.“ Sie knuffte mich sachte. „Nein wir wollen hier nur alles so normal wie möglich erscheinen lassen.“
Das war jetzt aus meiner Sicht nicht grade einleuchtend, denn: „Aber falls die uns beobachten, wissen sie doch, dass ich einen ‚Arbeitsunfall’ hatte. Wäre es da nicht besser, ich würde mich blicken lassen?“
Da war es wieder, Sivs spöttisches Grinsen. „Nein, denn offiziell haben wir dich längst zum Arzt gebracht.“
„Ah ja – gut, dass ich das jetzt auch schon weiß.“
Deshalb also war es seit dem Essen so ruhig hier gewesen. „Ich frage wohl besser nicht, wie ihr das gemacht habt.“
Siv zuckte die Schultern. „Wenns dich nicht interessiert – bitte.“
Mit einem noch breiteren Grinsen als zuvor überließ sie mich meinem Schicksal, schnappte sich ein paar Dinge, die sie mit hinausnehmen wollte und schloss dann tatsächlich die Türe.
Natürlich gab es kein Schloss, das war mir auch klar, aber alleine die völlige Dunkelheit reichte aus, meinen Herzschlag zu beschleunigen. Was, wenn sie von Außen etwas gegen die Türe geklemmt hatte und ich das Haus nicht mehr verlassen konnte? Ich war ihnen hier auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und was noch viel schlimmer war – sie hatten Shannon!
‚Ganz ruhig, Damien’, zwang ich mich selbst zur Ruhe. ‚Vertrau ihnen, sie haben bislang noch nichts getan, was dir schadet.’
Naja, abgesehen von dem zertrümmerten Finger, aber das heilte rasch wieder und vermutlich hatte Olaf das ganz genau gewusst. Also würde ich warten, bis sie mich holten, das würde ja wohl kaum die halbe Nacht dauern.
Tat es dann doch – zumindest fühlte es sich so an, auch wenn Siv es bestritt – und ich war ehrlich froh, als sie endlich mit einer Taschenlampe bewaffnet bei mir auftauchte.
„Na? Ich hoffe die alten Geister haben dich in Ruhe gelassen“, begrüßte sie mich schmunzelnd und winkte mich heran. „Nun komm schon und pass auf, dass du dir nicht den Kopf stößt.“
Vorsichtig suchte ich mir meinen Weg quer durch das Langhaus und dank ihrer Warnung zog ich bei den Querstreben rechtzeitig den Kopf ein.
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 12.04.2011, 12:33    Titel: Werbung



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Kathleen Kelly
Moderatorin


Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 6076
Wohnort: Ostalb

BeitragVerfasst am: 13.04.2011, 10:25    Titel:

juhu Vielen Dank liebe Zabanja! drück
_________________
Liebe Grüße
Heidi
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