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Hunter: 08.02.2011




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 11:02    Titel: Hunter: 08.02.2011

OK... machen wir es mal ein wenig dramatischer *gg*





Ein Rumpeln von Draußen erklang und gleich darauf hörten wir, wie große Haken am Container befestigt wurden.
Augenblicklich herrschte Schweigen. Zunächst nervöser Art, immerhin wussten wir nicht, ob sich nicht doch jemand an dem Siegel zu schaffen machen würde, mit dem unserer Notunterkunft gesichert war, oder ob wir tatsächlich endlich verladen wurden.
Als dann das Rumpeln heftiger wurde und der Boden schließlich zu schwanken begann, machte sich Erleichterung breit. Nun würden wir den H.o.A.C.s fürs erste entkommen – nur um ihnen in New Brunswick eine neue Spur zu legen.
Es dauerte noch einige Stunden, in denen wir die typischen Geräusche der Verladung hörten: Das Brummen der Kranmotoren, das Quietschen der Ketten, Hämmern, der dumpfe Laut, wenn Container auf Container traf, dazwischen die Rufe der Mannschaft. Mit der Zeit wurde es zu einer Geräuschkulisse, die ausgesprochen einschläfernd wirkte und mit dem letzten Funken wachen Verstandes fragte ich mich, ob uns die H.o.A.C.s noch immer auf den Fersen waren oder ob alles umsonst gewesen war.

Ich schlief nicht sonderlich ruhig an diesem Tag und obwohl ich eigentlich nie träume, war es diesmal der Fall.
Was ich nicht wusste, war, dass das Schiff, von dem wir annahmen, es brächte uns nach New Brunswick, eine vollkommen andere Route nahm. Wir merkten es erst viel zu spät, als das Schaukeln kein Ende mehr nehmen wollte. Eigentlich hätten wir unser Ziel längst erreichen müssen.
Jeder Versuch, den Container zu verlassen, scheiterte. Er ließ sich nicht öffnen, das Metall widerstand jedem Versuch, es zu zerstören und auch die verzweifelten Rufe unseres Jüngsten schmerzten lediglich uns in den Ohren und blieben ansonsten ungehört.
Als wir dann endlich an einem Hafen ankamen, wurden der Container dennoch nicht geöffnet. Stattdessen landeten wir auf einem Truck und die Reise ging weiter. Endlos. Ohne Ziel – zumindest in unseren Augen.
Inzwischen halb wahnsinnig vor Durst waren wir nahe daran, uns gegenseitig an die Kehle zu gehen, als ein Ruck durch den Container ging, der uns kräftig durchschüttelte, dann war alles ruhig.
Nervös sortierten wir unsere Gliedmaßen und harrten der Dinge, die nun kommen würden. Würde man uns öffnen? Oder würde man uns einfach unserem Schicksal überlassen? Darauf hoffend, dass wir uns gegenseitig auslöschten?
Endlich war wieder etwas zu hören. Jemand machte sich an dem Siegel zu schaffen. Anscheinend wollte man uns doch nicht einfach hier lassen. Der Riegel knirschte, widersetzte sich einen Moment lang den Bemühungen, den Container freizugeben, ehe er endlich nachgab und sich die Luke langsam öffnete.
Helligkeit quälte unsere Augen, gepaart mit gewaltiger Hitze – was eigentlich nicht sein konnte. Tagsüber waren wir dazu verdammt zu schlafen. Doch diese hellen Strahlen, die sich in unsere Augen, unsere Haut, unsere Körper bohrten, die waren echt.
Hinter mir hörte ich den schrillen Schrei des jungen Iren, den der Schmerz beinahe in den Wahnsinn trieb und von irgendwo aus der Helligkeit war ein fieses Lachen zu hören und eine körperlose Stimme sagte: Willkommen in der Hölle.

_________________
Alles Liebe
Petra



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BeitragVerfasst am: 08.02.2011, 11:02    Titel: Werbung



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