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Hunter: 03.02.2011




 
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 03.02.2011, 09:22    Titel: Hunter: 03.02.2011

Vom Osomyr-Fantasy hab ich mehr... deshalb poste ich das öfters. Aber als kleine Entschädigung gibts heute ein längeres Stückchen.



„Meinst du, mir macht das Spaß?“, fuhr ich meinen Freund an und es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte ihn am Kragen gepackt. „Ich hab mir das verdammt gut überlegt, das darfst du mir glauben. Damien ist vielleicht unsere letzte Chance, unsere beiden Rassen wieder zu versöhnen. Wenn dabei ein paar Menschen draufgehen – Pech. Es gibt genug von ihnen und ich lasse nicht zu, dass sie uns durch ihre Unwissenheit ausrotten, wie sie es bei so vielen Lebewesen bereits getan haben. Wenn es dir nicht gefällt, dann geh! Du brauchst dich bei mir aber nicht wieder blicken zu lassen!“
Vollkommen überrascht durch meinen heftigen Ausbruch hob Ulfgrim beschwichtigend die Hände.
„Schon gut, das war doch nicht so gemeint. Ich wollte doch nur sicher gehen, dass das keine spontane Idee ist, die dir später leid tut. Natürlich stehe ich hinter deiner Entscheidung, das solltest du doch wissen.“
Natürlich wusste ich das, aber zu diesem Zeitpunkt war ich aufs äußerste gereizt und ich fürchte, ich behandelte meinen Freund reichlich unfair.
„Ach? Tatsächlich? Warum stellst du dann alles in Frage? Weißt du was, mir ist es gleich, was du jetzt tust. Bleib hier, geh nach Hause oder komm mit.“
Ich ließ ihn einfach stehen und verließ wutentbrannt die Höhle. Immerhin war ich soweit bei Sinnen, dass ich eine große Strecke zurücklegte, ehe ich meine schlechte Laune an Bäumen und Felsen ausließ. Die kleine Lichtung, an der ich mich austobte, glich anschließend einem Kriegsschauplatz, aber mir ging es wieder besser. Jetzt war ich auch in der Lage, mich den Menschen zu nähern ohne unter ihnen das von Ulfgrim befürchtete Blutbad anzurichten.
Natürlich hatte ich nicht vor, sie in großer Zahl abzuschlachten. Die H.o.A.C.s waren nicht so dämlich, das nicht sofort als eine Finte zu erkennen. Nein, es musste ganz natürlich wirken, als wäre hier ein unvorsichtiger und vollkommen ahnungsloser Jungvampir.
Während ich mir eine Art Schlachtplan zurechtlegte, wie ich am Besten wo und vor allem wann zuschlagen sollte, machte ich mich auf den Weg zum Eingang des Nationalparks. Die meisten Leute campierten dort und außerdem gab es in unmittelbarere Nähe einige Hotels und Motels. Dort würde ich schon fündig werden.
Als sich mir Ulfgrim nach einer Weile schweigend anschloss, nickte ich ihm lediglich zu. Wir wussten beide, dass ich mich vollkommen idiotisch verhalten hatte und dass es nicht wieder vorkommen würde, wozu also Worte verschwenden?



Kapitel XI

Drei Monate war das neue Jahr mittlerweile alt. Drei Monate, in denen wir alles daran gesetzt hatten, die Jäger so weit wie möglich vom Gros Morn National Park fernzuhalten.
Der Frühling streckte seine Fühler aus und begann den Schnee zu schmelzen – wenn auch für meinen Geschmack viel zu langsam. Schnee bedeutete auch immer gleich Spuren und Spuren waren das Letzte, was wir hinterlassen wollten.
Wir hatten eine blutige Fährte gezogen, der die Jäger – wie nicht anders erwartet – bereitwillig gefolgt waren. Doch nun hatten wir uns selbst in die Ecke gedrängt: Das Schiff mit dem wir hätten nach New Brunswick reisen sollen, konnte wegen eines verirrten Eisbergs nicht auslaufen. Extrem ungewöhnlich, aber nicht zu ändern. Uns blieb nichts anderes übrig, als einige Tage in einem Frachtcontainer, der extra für uns präpariert worden war, zu warten und mit jeder Nacht, die verstrich, wuchs die Angst davor, entdeckt zu werden.
Unseren menschlichen Helfern hatten wir Anweisung erteilt, uns nur in einem wirklichen Notfall aufzusuchen, damit sie uns nicht versehentlich verrieten. Wir, das waren außer Ulfgrim, Gunnar und mir selbst noch zwei Indianer namens Ahtahkakoop und Kaneonuskatew, unser Freund Ujarak, ein Afroamerikaner mit dem klangvollen Namen Asad und ein sommersprossiger Jüngling, der ganz entgegen seines Aussehens bereits einhundert Jahre auf dem schmalen Buckel hatte. Er hieß Ronald O’Defoe, hatte irische Vorfahren, auf die er furchtbar stolz war und den schrecklichsten Akzent, den man sich vorstellen kann.
„Wann läuft dieses verdammte Schiff denn nun endlich aus!“, rief er in diesem Moment und ich musste unwillkürlich grinsen, als ich Asads Blick gewahr wurde, mit dem dieser den Jüngling nahezu durchbohrte.
Der dunkelhäutige Mann galt als Ruhe in Person, doch über einen längeren Zeitraum mit dem quirligen Iren auf engstem Raum eingesperrt zu sein und nur jedes dritte Wort auf Anhieb zu verstehen, das brachte selbst ihn an seine Grenzen.
„Ronald“, begann er gezwungen ruhig, „wenn du nicht augenblicklich deine irische Klappe hältst, stopf ich dir deinen adeligen Stammbaum in selbige, bis er am anderen Ende wieder herauskommt.“
Die Augen des Jungen weiteten sich, während sich sein Mund öffnete und schloss, als wolle er etwas sagen, fände aber die passenden Worte nicht.
„Rothaariger Freund nicht sein so ungeduldig“, mischte sich einer der Indianer in holperigem Englisch ein. „Boot werden fahren, wenn können fahren. Haben Geduld und Vertrauen in großes Manitou.“
„Euer Manitou wird uns hier drinnen wohl kaum mit Blut versorgen können“, maulte der Knabe weiter, verzog sich aber wenigstens in den hintersten Winkel des Containers und ließ sich dort nieder. „Ich habe Durst und das wird langsam aber sicher unangenehm. Wenn das so weiter geht, garantiere ich für nichts.“
Ulfgrim neben mir schnaubte leise und ich kannte ihn lange genug um zu wissen, dass er gerade ein Lachen unterdrückte. Als ob der Knirps eine Chance hätte, sollte er einen von uns angreifen wollen. Ronald war der Jüngste von uns und eigentlich nur mit dabei, weil er sich bislang als recht anständig und verlässlich gezeigt hatte. Blieb nur zu hoffen, dass wir uns in ihm nicht getäuscht hatten.
„Immer schön locker bleiben“, versuchte ich ihn aufzuheitern. „Der Eisberg wird wohl kaum ewig dort treiben. Mal abgesehen davon, dass wir als Eillieferung gelten, da werden sie sich wohl etwas einfallen lassen, uns heil nach New Brunswick zu bringen.“
„Heil vielleicht, fragt sich nur wann.“


_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 03.02.2011, 09:22    Titel: Werbung



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