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17.Dezember 2020




 
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Autor Nachricht
Gabi
Moderatorin


Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 20344
Wohnort: Boos bei Memmingen

BeitragVerfasst am: 16.12.2020, 22:10    Titel: 17.Dezember 2020

Der Countdown läuft...der Lockdown auch.
Braucht ihr Beschäftigung?



Omas beste Plätzchen

Zutaten 
150 g Mehl
150 g Haselnüsse oder Mandeln, gemahlene
150 g Zucker
1 TL, gestr. Backpulver
1 TL Zimt
1 Prise(n) Salz
1 Ei(er)
100 g Butterflöckchen, kalte
150 g Kuvertüre zum Verzieren
1 Pck. Walnüsse, halbierte, zum Verzieren
1 Glas Aprikosenmarmelade zum Bestreichen
1 Pck. Haselnüsse oder Mandeln, gemahlene, zum Verzieren
Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung
Mehl und Backpulver auf die Arbeitsfläche sieben.
Haselnüsse, Zimt, Salz und Zucker untermischen.
Die kalte Butter auf den Rand geben, in die Mitte eine Mulde drücken und das Ei hinein geben.
Aus diesen Zutaten schnell einen gehackten Mürbteig herstellen.
Den Teig dafür zuerst mit zwei Teigkarten “durchhacken” und zum Schluss so
lange mit den Händen verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
Nicht länger kneten als nötig, denn wenn der Teig zu weich wird, muss er erst wieder kaltgestellt werden.
Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen (ca. 2 – 3 mm dick) und runde Plätzchen nach Bedarf ausstechen.
Anschließend auf ein vorbereitetes Backblech legen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 7 – 10 Min backen, dabei darauf achten, dass die Plätzchen nicht zu dunkel werden.
Inzwischen die Marmelade in der Mikrowelle erwärmen und anschließend durch ein Sieb streichen.
Die fertigen, noch warmen Plätzchen mit ca. 1 TL Marmelade bestreichen und jeweils zwei Hälften zusammenkleben.
Wenn sie anfangen fest zu werden, die geschmolzene Kuvertüre in ein flaches Gefäß geben und die Plätzchen einmal mit dem Rand “durchrollen”.
Hierbei muss man aufpassen, dass die Plätzchen nicht zu weit in die Schokolade tauchen, sonst sehen sie nachher nicht so schön aus.
Anschließend den Schokoladenrand in die gemahlenen Haselnüsse tauchen.
Zum Schluss noch mit einem Klecks Schokolade eine Walnusshälfte obendrauf kleben und fertig.


Perfekte Weihnachten


In diesem Jahr wird alles perfekt. Da bin ich ganz sicher. Ich habe alles vorbereitet für meine Familie. Lucy bekommt etwas zum Anziehen, am besten einen Gutschein von einem ihrer Lieblingsläden. Das kann sie immer gebrauchen und ich muss nicht mühsam etwas aussuchen. Eine Vierzehnjährige ist ja so kompliziert. Und für Thomas wäre etwas für seine Spielekonsole gut. Ich habe keine Ahnung, was er so spielt, aber er kann sich selbst etwas aussuchen. Das Einfachste ist, ich schenke ihm auch einen Gutschein. Damit ist ihm am meisten gedient – und ich kaufe nichts, das ich dann hinterher umtauschen muss. Das macht nur unnötig Arbeit. Hmm, was mache ich für meinen Mann? Ich glaube, eine neue Digitalkamera wäre gut. Er sagt ja immer, dass ihm seine zu kompliziert ist und sie für wirklich gute Bilder nicht das Richtige ist. Aber bei Kameras gibt es bestimmt viel Auswahl und ich müsste mich ausgiebig beraten lassen. Vielleicht ist am besten, er sucht sich selbst eine Kamera aus: also Gutschein. Meine Eltern und Schwiegereltern kommen auch, aber da mache ich nur eine Kleinigkeit. Alte Leute gehen ja dauernd in die Apotheke. Das ist nicht problematisch, ich besorge einen Gutschein und fertig. So ist es prima, das Thema “Geschenke” ist perfekt abgearbeitet.

Essen. Was mache ich zu essen? Stefan möchte immer Ente. Ohne Ente ist es für ihn kein richtiges Weihnachten, sagt er immer. Und seine Mutter macht eine wunderbare Ente. Das ist natürlich ein kleines Problem, denn ich mag keine Ente und außerdem macht die Zubereitung sehr viel Arbeit. In meiner Familie gab es am Heiligen Abend immer Kartoffelsalat und Würstchen. Weil wir vorher alle in die Kirche gingen. Wir werden zwar sicher nicht in die Kirche gehen, aber es ist auch keinem damit gedient, wenn ich am Feiertag völlig gestresst bin. Ich besorge also Würstchen und Kartoffelsalat. Der Metzger nebenan hat einen guten, da merkt niemand, dass er nicht selbstgemacht ist und ich spare mir die Arbeit. Das wird perfekt.

Weihnachtsbaum. Kugeln und eine Lichterkette habe ich noch, einen neuen Baum brauche ich natürlich. Brauche ich einen Baum? Die Kinder sind ja schon groß und so ein Baum ist eigentlich nur im Weg. Ich werde Zweige nehmen. Im Gästezimmer habe ich noch welche, mit Lichterkette und Kugeln sieht das doch auch weihnachtlich aus. Wunderbar, wieder etwas perfekt erledigt. Die Weihnachtsplanung steht.

Ich weiß gar nicht, was sich die Leute immer für einen Weihnachtsstress machen. Ich habe alles perfekt organisiert. Nicht so wie die Kollegin Lüdtke, die schon seit drei Wochen völlig aus dem Häuschen ist. Dauernd bastelt sie irgendetwas, oder sie backt Kekse, oder sie sucht ein ganz besonderes Geschenk für ihre Kinder oder ihren Mann. Im nächsten Jahr sage ich ihr einmal, wie man Weihnachten perfekt macht.

Das Fest der Liebe ist da. Meine Eltern kamen schon zum Mittagessen. Stefans Eltern sind da etwas rücksichtsvoller und tauchen erst am Nachmittag auf. Sie haben Stollen mitgebracht. Wir essen also Stollen und trinken Kaffee. Und was gibt es Neues? Eine rein rhetorische Frage, denn es gibt immer wieder die alten Geschichten. Ich glaube, alle sind froh, dass mein Vater einen schönen Spaziergang vorschlägt. Wir gehen also durch unsere Siedlung. Es sieht wirklich schön aus. Viele Nachbarn haben Lichterketten in den Gärten, es funkelt. Die Kirche ist hell erleuchtet und sieht irgendwie einladend aus. Aber wir können da jetzt nicht reingehen, sonst wird es zu spät mit der Bescherung. Und sicher will auch keiner von den anderen in den Gottesdienst gehen. Dafür haben wir wirklich keine Zeit. Langsam gehen wir zurück. Unser Haus ist dunkel. Ich schaue erwartungsvoll zu Stefan, er soll endlich aufschließen, mir wird kalt.

Aus, vorbei. Mein perfektes Weihnachten ist erledigt. Stefan hat keinen Schlüssel. Wir stehen mit der versammelten Familie draußen vor dem Haus. Da geht nebenan die Tür auf. Frau Lüdtke sieht uns und fragt: “Ist alles inOrdnung?” Ein bisschen zaghaft frage ich, ob ich telefonieren dürfe, wir hätten den Schlüssel vergessen und ich müsste einen Schlüsseldienst anrufen. “Dann kommen Sie erst einmal rein”, meint Frau Lütdke. “Das geht doch nicht”, antworte ich, “es ist doch Weihnachten”. “Das geht, das geht”, sagt Frau Lütdke, “Sie stören nicht”. Wir gehen also rein und ich sehe sofort, wir stören doch. Hier ist wirklich nichts perfekt. Am Weihnachtsbaum werkeln Herr Lütdke und ein alter Mann, wahrscheinlich ihr Vater. Der Baum ist krumm, die Lichterkette hängt alles andere als akkurat, der meiste Baumschmuck hängt ganz unten. Sieht das denn niemand? Ach so, Frau Lüdtkes Sohn ist wohl dafür verantwortlich, und er ist noch ziemlich klein. Und was ist das überhaupt für Baumschmuck? Strohsterne und kleine Päckchen, auch Glanzpapiergirlanden, alles ist ein bisschen schief. Und warum lächeln sie alle? Sehr merkwürdig. Frau Lüdtkes Tochter kommt aus der Küche. Sie ist gar nicht weihnachtlich angezogen, in ihrem Gesicht ist Mehl und sie trägt einen Teller mit Keksen. Sollen das Sterne sein? Die Form ist jedenfalls nicht perfekt. Aber wir wollen ja nicht unhöflich sein und probieren auch welche. Sie schmecken gut.

Frau Lüdtke kommt mit Kaffee aus der Küche. Und einem Stapel Geschirr und Besteck. “Sie bleiben doch zum Essen?” “Das geht doch nicht”, antworte ich, “es ist doch Weihnachten”. “Das geht, das geht”, sagt Frau Lüdtke, “Sie stören nicht”. Ich gucke zu Stefan. Er werkelt jetzt auch mit am Weihnachtsbaum. Und Thomas hebt den Lüdtke-Jungen hoch und hilft ihm mit den Schmuck. Lucy sitzt kichernd mit der Tochter des Hauses auf dem Sofa. Sie unterhalten sich bestimmt nicht über Kekse, so viel ist klar. Meine Mutter ist weg. Ich finde sie in der Küche, wo sie mit Frau Lüdke Kartoffeln pellt. “Der Salat ist gleich fertig”, ruft Frau Lüdtke. Die Schüssel ist riesig. Und auf dem Herd steht ein Topf mit Würstchen. Unser Weihnachtsessen. Es wird ein bisschen eng am Tisch, aber das ist egal. Das Geschirr passt nicht zusammen, aber das ist erst recht egal. Die Würstchen sind heiß und der Salat ist lecker. Es ist wirklich ein perfektes Essen. Lüdtke Senior erzählt, dass er in jedem Jahr mit seinem Sohn und jetzt auch mit dem Enkel den Baumschmuck selbst macht. Ich schaue den Baum noch einmal an und finde ihn perfekt. Dann steht Lüdtke Senior auf und öffnet ein dickes Buch. Er räuspert sich und beginnt zu lesen: “In jenen Tagen geschah es, dass vom Kaiser Augustus der Befehl erging, dass alle Bewohner des Reiches sich zählen lassen sollen …” Es ist eine alte Geschichte, aber sie macht Weihnachten erst perfekt.

Also. unsre Weihnachten müssen nicht gaz so perfekt sein. Bißl normal halt einfach bloß, wenn das bitte geht.... Laughing

Einen schönen Tag für euch und bleibt gesund.
_________________
Grüße von Gabi

Mein Patchwork Onlineshop

Wer etwas will, findet Wege
Wer etwas nicht will, findet Gründe


Zuletzt bearbeitet von Gabi am 18.12.2020, 15:36, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 16.12.2020, 22:10    Titel: Werbung



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Kiki Mum



Anmeldungsdatum: 17.03.2019
Beiträge: 692
Wohnort: Burgoberbach

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 06:45    Titel:

Guten Morgen, ja eine schöne Geschichte, fast hatte ich bisschen viel Augenwischerei.
Schönen Tag, wünscht Barbara
_________________
Liebe Grüße Barbara 🧡🧵

Noch kein Zusammenhang erkennbar, aber ich bleib daran und geb nicht auf…
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patchworkaholic



Anmeldungsdatum: 29.01.2013
Beiträge: 1380
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 08:13    Titel:

Liebe Gabi, diese Geschichte ist sehr schön. Der Schlußsatz passt sogar in diese vertrackte Situation mit dem Virus.
Danke dafür
_________________
Quiltige Grüße,

patchworkaholic Carola



www.patchworkmadame.blogspot.de
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Bastelhexe



Anmeldungsdatum: 03.05.2012
Beiträge: 5317
Wohnort: Bad Arolsen

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 09:32    Titel:

Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte, vielen Dank Gabi.

Die Kuschel-Mieze ist genau das richtige für meine beiden Urenkelchen. Very Happy
_________________
Liebe Grüße



"Lernen ist wie rudern gegen den Strom - wer aufhört, treibt zurück."

Mein Blog
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farbstich



Anmeldungsdatum: 05.12.2010
Beiträge: 671

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 11:10    Titel:

Ja eine schöne Geschichte und das ist es genau, was ich mir so sehr für das kommende Jahr wünsche, wieder näher zusammenrücken zu können!
Grüßle Birgit.
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schlüppche



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 10697
Wohnort: 63110 Rodgau

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 11:18    Titel:

Danke für die schöne Geschichte Gabi.

Familie Lüdtke gefällt mir sehr gut. Es muss nicht alles perfekt sein.
_________________
___________________
lieben Gruß
Christine
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Serena



Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beiträge: 290

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 13:34    Titel:

Vielen Dank für das heutige Türchen drück! Ich musste schmunzeln, denn ich könnte meinen Nachnamen sofort in Lüdtke umtauschen! Mein größter Weihnachtswunsch geht auch in Richtung wieder zusammenkommen können! LG, Serena
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kesseschere



Anmeldungsdatum: 30.01.2008
Beiträge: 10663
Wohnort: Euskirchen

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 22:24    Titel:

Was eine schöne Geschichte ich finde auch es muss nícht alles perfekt sein . Das Beste ist doch das man als Familie zusammen ist, was in diesem Jahr leider bei vielen nicht klappt. Trotzdem irgendwann können wir wieder unser normales Leben genießen. Bleibt bitte alle gesund .
Die Mieze ist ja allerliebst ...wieder wird die Liste länger muhahaha

Liebe Gabi danke für nun schon das 17. Türchen drück
_________________
Lg. Marita scherchen
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Dilldappen



Anmeldungsdatum: 17.02.2018
Beiträge: 1287
Wohnort: Sauerland

BeitragVerfasst am: 17.12.2020, 22:51    Titel:

Perfekte Weihnachten gibt es wirklich nicht! muhahaha
Gabi, danke für das 17. Türchen! drück
_________________
Liebe Grüße
Roswitha daumen hoch

Wir können die Windrichtung nicht bestimmen, aber wir können die Segel setzen.
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