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Osomyr-Trilogie Band 2: 13.11.2012




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1251
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 13.11.2012, 11:36    Titel: Osomyr-Trilogie Band 2: 13.11.2012

Etwa dreißig Schiffe dümpelten im trüben Hafenwasser, die meisten davon Fischerboote. Am Hauptpier waren jedoch zwei Dreimaster festgemacht, die regelmäßig in Eratir Zwischenstation machten und zu der kleinen Flotte gehörten, welche die einzelnen Kontinente Eluyans miteinander verband.
Eine Passage nach Kray’lera würden sie nur hier bekommen, soviel war Tcha’ron klar. Allerdings war er nach dem Zwischenfall mit den Männern vor der Taverne nicht mehr so sicher, ob sie so ohne Weiteres mitgenommen werden würden.
„Vielleicht solltet ihr morgen früh alleine mit dem Kapitän reden“, schlug er Sindamel vor. „Ich komme schon irgendwie an Bord.“
„Wenn sie dich dann aber an Bord entdecken sollten, werden sie dich kielholen lassen“, mischte sich Dimnar warnend ein.
„Dann dürfen sie mich eben nicht entdecken.“
„Zur Not kann ich ihn auch für kurze Zeit tarnen“, schlug Taris vor. „Allerdings kann ich das nicht lange.“
„Das klären wir dann alles, wenn es soweit ist“, erwiderte Sindamel ruhig. „Erst einmal brauchen wir einen Ort, an dem wir bis morgen bleiben können. Die Gasthäuser fallen wohl nach diesem kleinen Zwischenfall aus.“
Der Elb sah sich um. „Kommt, wir finden bestimmt einen geschützten Schuppen, wo wir unterkriechen können.“
Sindamel ging voran und den anderen blieb somit gar nichts anderes übrig, als ihm zu folgen.

* * *

Nach einer mehr oder weniger unruhigen Nacht, die sie in einem zugigen Geräteschuppen verbracht hatte, kehrte die Gruppe am nächsten Morgen an den Hafen zurück.
Tcha’ron hielt sich diesmal wohlweislich im Schatten einer kleinen Gasse und überließ es den anderen, eine Passage nach Kray’lera zu finden.

Gemächlich schlenderte Sindamel zu einigen Matrosen, die gerade dabei waren, die Bestandslisten zu überprüfen und das Beladen der Schiffe zu überwachen.
Taris, Sharani und Dimnar folgten ihm in einigem Abstand und bewunderten die großen Dreimaster. Solche Schiffe hatten sie bislang noch nie gesehen. Mindestens dreißig Mann arbeiteten alleine in der Takelage der Celegorm und auf der Carnesír sah es nicht anders aus. Schiffsjungen schrubbten mit Feuereifer das Deck und es standen noch zig Kisten und Fässer auf dem Pier, die verladen werden mussten.
„Guten Morgen, die Herren“, sprach Sindamel die vier Männer an. „Sagt, ist noch eine Überfahrt nach Kray’lera möglich? Für vier Personen?“
Nur einer der Vier sah von seiner Liste auf, um dem Elb zu antworten.
„Die Carnesír fährt nach Reg’arash. Fragt drüben bei Olson nach, er ist der erste Offizier der Celegorm.“
Er deutete auf einen Mann, der an der Reling des anderen Dreimasters stand und die Arbeiten dort oben überwachte.
„Vielen Dank. Mögen die Mächte Osomyrs Eure Reise begleiten“, verabschiedete sich Sindamel von dem Matrosen, der sich sogleich wieder seiner Liste widmete und ihn nicht weiter beachtete.
Schulterzuckend wandte sich der Elb ab, rief seine drei Schützlinge zu sich und betrat mit ihnen die Rampe, die an Bord der Celegorm führte. Zielstrebig ging er auf den Offizier zu, der sich erst zu ihnen umdrehte, als sie schon direkt vor ihm standen.
„Seid gegrüßt, Meister Olson. Habt Ihr noch Platz für vier Reisende nach Kray’lera?“
„Kommt drauf an, ob ihr bezahlen könnt“, erwiderte der Mann namens Olson nicht unfreundlich und blickte auf.
„Wenn Ihr elbische Magelin akzeptiert, dann sehe ich kein Problem darin.“
Olson lachte. „Wir wären schön dumm, würden wir diese nicht akzeptieren.“
Sein Blick wanderte über die kleine Gruppe und für einen Moment war ihm deutlich anzusehen, dass etwas irritiert war. Drei von diesen neuen Passagieren waren ja noch halbe Kinder!
„Wie viel wird es denn kosten und wann geht es los?“, wollte Sindamel wissen, dem der Blick zwar aufgefallen war, der sich aber sonst nicht weiter darum kümmerte.
Olson überlegte. „Nun, im Gruppenschlafraum fünf Magelin pro Nase. Oder ihr nehmt eine Kajüte für euch, das ist dann aber teurer.“
„Fünf Magelin pro Person?“, platzte Dimnar heraus. Das war ja Wucher! Sie wollten doch nicht das halbe Schiff kaufen. Die Menschen glaubten wohl, nur weil sie Elben waren, hätten sie Geld im Überfluss.
„Wie viel mehr?“, fragte Sindamel nach, der den Einwurf seines Bruders ignorierte und wie unabsichtlich zwischen ihn und Olson trat, scheinbar um einen interessierten Blick hinab aufs Pier zu werfen, wo gerade einige störrische Kral verladen werden sollten. Das fehlte gerade noch, dass Dimnar sich in die Preisverhandlung einmischte und womöglich für unnötigen Aufruhr sorgte.
„Das wären dann acht Magelin für jeden, dafür wärt ihr dann aber auch ungestört“, antwortete Olson mit einem irritierten Blick auf den jungen Elb, der diesen Preis wohl als zu teuer ansah.
„Dann nehmen wir eine Kajüte“, entschied Sindamel, der gerade Tcha’ron hinter einigen Kisten entdeckt hatte. Der Kobold betrachtete verstohlen das Schiff und suchte zweifellos einen Weg, unbemerkt an Bord zu gelangen, was ihm hoffentlich gelang. In der Kajüte wäre er dann sicher.
„Wann sticht die Celegorm denn nun in See?“, fragt Dimnar, der sich zähneknirschend damit abgefunden hatte, dass sein Bruder ihn wieder einmal wie ein kleines Kind behandelte.
„Zur Mittagsstunde“, erwiderte der Offizier und drehte sich zu einigen Arbeitern um. „Bewegt euch mal, faules Pack!“, brüllte er sie an. „Das sollte schon längst verstaut sein oder muss ich selber mit anpacken?“
Seine Worte hatten die gewünschte Wirkung und die Matrosen arbeiteten schneller. Sie hatten noch einige Kisten unter Deck zu bringen und Olson folgte ihnen.
Verdutzt sah Sharani ihm nach. „Und nun?“, wollte sie wissen. Haben wir jetzt eine Passage oder nicht? Und wo müssen wir jetzt hin?“
„Na ich denke mal unter Deck“, lächelte Sindamel und deutete auf einen Mann, der an einer der Luken stand, die unter Deck führten. „Aber wir können ja ihn fragen.“
Taris, der sich bislang nur staunend umgesehen hatte, ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen, nickte und sagte: „Sollten wir tun. Er hat vorhin schon Passagiere eingewiesen, wenn ich das richtig gesehen habe.“
Dimnar war schon auf dem Weg zur Luke. „Seid gegrüßt“, sprach er den Mann an. „Mein Bruder hat gerade eine Passage für uns vier ausgehandelt, aber Offizier Olson ist gegangen, ohne uns ein Quartier zuzuweisen.“
„Habt ihr denn schon bezahlt?“, wollte der Mann wissen.
„Dazu hatten wir noch keine Gelegenheit“, antwortete Sindamel, der mittlerweile mit Sharani und Taris dazugestoßen war.
Er zog einen kleinen Lederbeutel aus der Tasche und zählte vier mal acht silberne Münzen in die Hand des Matrosen.
„Sehr schön“, meinte der Mann und sah auf seine Liste. „Unter welchen Namen darf ich Euch eintragen?“
„Sindamel Seregòn. Schreibt die Kajüte einfach auf mich oder braucht Ihr die Namen meiner Begleiter auch?“
Der Matrose ließ seinen Blick über die drei jungen Leute wandern.
„Nein, eigentlich nicht. Nun gut, mal sehen, wo noch etwas frei ist. Ah ja, hier, Nummer achtunddreißig: Geht einfach die Treppe hinunter, dann den Gang entlang, die dritte Abzweigung rechts und dann gleich links. Die zweite Türe links ist eures. Angenehmen Aufenthalt wünsche ich.“
„Vielen Dank. Kommt, ihr drei.“
Sindamel legte einen Arm um Sharanis Schulter, die unruhig von einem Fuß auf den anderen trat und sich immer wieder umsah. Sie fühlte sich mehr als unwohl. Wie sollte ihr Vater auf dieses Schiff gelangen?
„Keine Angst, kleines Fräulein“, meinte der Matrose beschwichtigend, der ihre Nervosität bemerkte und als Reisefieber auslegte. „Die Celegorm ist ein gutes, stabiles Schiff, das schon viele Stürme heil überstanden hat und so lange dauert die Überfahrt auch wieder nicht. In vier Tagen seid Ihr in Kray’lera.“
Ein schüchternes Lächeln und ein angedeuteter Knicks waren die einzige Antwort, ehe Sharani von Sindamel zur Treppe geführt wurde. Taris und Dimnar folgten ihnen auf dem Fuß.
Kaum waren sie unter Deck verschwunden, als Soltar sich unter Taris Umhang regte.
„Lass mich raus, rasch.“
Taris versuchte zunächst, das Buch ruhig zu halten, um kein Aufsehen zu erregen. „Was hast du vor, Soltar? Bleib ruhig. Wenn dich hier einer sieht!“
„Vertrau mir. Ich werd schon aufpassen und zur Not findet halt jemand ein Buch, das ein gewisser Taris verloren hat. Aber einer von uns sollte Tcha’ron helfen, an Bord zu gelangen und die richtige Kajüte zu finden.“
Diesem Argument konnte sich Taris nicht entziehen und Dimnar, der zugehört hatte, nickte aufmunternd.
„Soltar weiß schon was es tut, das hat es mehr als einmal bewiesen.“

* * *
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012, 11:36    Titel: Werbung



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