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Osomyr-Trilogie Band 2 09.09.2014




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 09.09.2014, 18:23    Titel: Osomyr-Trilogie Band 2 09.09.2014

Auf meinem Blog findet ihr ab heute wöchentlich ein Kapitel meiner ersten 'Kurz'Geschichte, die damals veröffentlicht wurde. Mein 'Debüt' also Wink


---


VII

Sindamels Ankündigung, dass nicht weit von ihnen eine Siedlung zu finden war, spornte die Gruppe an und auch Natan wirkte äußerst erfreut.
„Das könnte Barrak Kadar sein – vorausgesetzt, der Sturm hat uns nicht zu weit weggetragen“, erklärte er frohgemut. „Dort werden wir auf jeden Fall Hilfe finden und die Bürger der Stadt werden uns auch sagen können, ob es noch weitere Überlebende gibt.“
„Wie aufgeschlossen sind die Leute denn hier in Kray’lera?“, fragte Tcha’ron vorsichtig nach, dem die unfreundliche Begegnung in Eratir noch recht gut im Gedächtnis war.
„Nun, sagen wir so: Solange Ihr ihnen nichts tut, werden sie Euch ebenfalls in Ruhe lassen“, erwiderte Natan diplomatisch. „Es besteht zumindest noch kein so extremer Hass auf Kobolde, wie es auf Guyan der Fall ist. Ihr seid also recht sicher.“
Dass er sich insgeheim die Frage stellte, wie es Tcha’ron überhaupt gelungen war, auf die Celegorm zu gelangen, verschwieg er vorerst. Eigentlich gab es nur die Möglichkeit, dass der Kobold sich irgendwie an Bord geschlichen hatte. Blinde Passagiere gab es immer wieder einmal, doch bisher hatten sie jeden einzelnen innerhalb eines Tages aufgespürt und zum Kartoffelschälen verurteilt. Ob der Kapitän bei einem Kobold allerdings ebenfalls so gnädig gewesen wäre, oder ob er Tcha’ron nicht doch einfach hätte Kielholen lassen, das wollte sich Natan lieber nicht vorstellen.
„Kennt Ihr die Stadt gut?“, wollte Dimnar neugierig wissen.
„Ein wenig“, erwiderte der Seemann und als er die hoffnungsvollen Blicke der anderen auf sich ruhen sah, begann er zu erklären: „Unser Zielhafen war Ardinlochs. Normalerweise ankern wir dort jedes Mal für ein paar Tage, es gibt immer Fracht, auf die wir noch etwas warten müssen und die Mannschaft bekommt jeweils einen Tag frei. Abwechselnd natürlich. Jedenfalls nutzte ich meistens die Zeit, mir die Gegend etwas anzusehen und Barrak Kadar ist ein netter kleiner Ort, viel angenehmer als die laute Hafenstadt.“
„Klingt nicht grade so, als könnte man dort eine vernünftige Ausrüstung für die Weiterreise bekommen“, seufzte Dimnar, doch Sindamel versuchte seinen Bruder zu beschwichtigen.
„Lass uns erst einmal in diese Stadt gehen, dann sehen wir weiter. Natan, gehe ich Recht in der Annahme, dass es in der Hafenstadt einen Markt gibt?“
Der Mann nickte. „Natürlich. Es ist auch nicht sonderlich weit und die Bauern aus Barrak Kadar fahren jeden Tag hinüber.“ Er stockte kurz und fügte dann hinzu: „Ich denke schon, dass sie uns nach Ardinlochs bringen könnten – allerdings wäre es einfacher, wenn wir eine Gegenleistung bringen könnten. Ihr habt nicht zufällig ein paar Münzen einstecken können oder etwas anderes bei euch, mit dem man bezahlen könnte?“
„Ich fürchte, all unser Hab und Gut ist mit der Celegorm untergegangen.“
Sindamel durchsuchte seine Taschen. „Drei Magelin, mehr kann ich nicht anbieten.“
„Fünf Palantir könnte ich noch beisteuern“, fügte Tcha’ron hinzu, der ebenfalls sein verbliebenes Hab und Gut durchstöbert hatte und nun fünf kleine, teils schon recht abgegriffene, aber nichtsdestotrotz eindeutig goldene Münzen präsentierte. „Viel ist es nicht, aber ich denke, für eine Fahrt in die Stadt sollte es reichen.“
Natan bekam große Augen. „Das reicht auf jeden Fall.“ Er nickte eifrig. „Jeder Bauer würde euch für eine einzige dieser Münzen nach Ardinlochs bringen.“
„Worauf warten wir dann?“ Dimnar war ungeduldig wie eh und je. „Je länger wir hier herumhocken, desto eher…“
Beinahe hätte er gesagt, desto eher spüren uns die Häscher des Schwarzen Kaisers wieder auf, doch ein warnender Blick seines Bruders ließ ihn innehalten. Natan musste nicht wissen, wer sie waren und wieso sie nach Samari wollten und so beendete er den Satz nach einer kaum merklichen Pause rasch. „Desto eher falle ich um vor Hunger.“
Wie um diese nicht ganz ernst gemeinte Aussage zu untermalen, knurrte just in diesem Moment sein Magen, was Sharani zum Kichern brachte.
„Das können wir natürlich nicht verantworten“, schmunzelte auch Tcha’ron und wandte sich an Natan. „Wie geht es Eurer Schulter? Meint Ihr, Ihr schafft es, die Klippen hinaufzuklettern? Ansonsten kann ich versuchen, Euch huckepack zu tragen.“
Der Matrose lehnte dankend ab. „Wenn Ihr von mir nicht verlangt, ausgerechnet an der steilsten Stelle hinaufzuklettern, dann sollte es gehen.“
„Wir brauchen gar nicht so viel zu klettern“, fügte Sindamel lächelnd und mit einem beruhigenden Seitenblick auf Taris, dem die Vorstellung klettern zu müssen nicht sonderlich gut gefiel, ein. „Lediglich hier ein Stück über die Klippen, danach wird es flacher, und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich auch einen Pfad gesehen, der in Richtung Stadt führt.“

Eine halbe Stunde später hatten sie die Steilküste hinter sich gelassen und wanderten einen staubigen Pfad entlang auf eine kleine Stadt zu, die sie in einiger Entfernung bereits sehen konnten.
Dicht hinter der Stadt begannen die Wälder, für die Kray’lera auf ganz Eluyan bekannt war. Sie waren uralt, dichter und wilder als die Wälder der Kobolde auf Guyan und teilweise noch unerforscht.
Die meisten Reisenden wagten es nicht, die Straßen zu verlassen, die dünne Schneisen in das dichte Grün schnitten und selbst die Bauern, deren Felder an die Wälder grenzten, gingen nicht besonders tief in selbige, aus Angst, sich darin zu verlaufen.
Je näher sie Barrak Kadar kamen, desto gewaltiger kamen ihnen die Bäume vor, die sich hinter den letzten Häusern erhoben.
„Fast wie im vergessenen Reich“, raunte Sharani Taris zu, der diese Aussage mit einem leichten Kopfnicken bestätigte.
Dimnar hatte ihre Worte ebenfalls gehört und sagte so leise, dass es nur seine beiden Freunde hören konnten: „Ich glaube, dass sowohl diese Wälder hier, als auch die im vergessenen Reich den selben Ursprung haben. Seht euch doch nur an, wie hoch die Bäume wachsen.“
„Ich hoffe wir müssen da nicht durch.“
Irgendwie gefiel Sharani die Idee nicht, diese Wälder zu betreten. Sie konnte zwar nicht direkt sagen, wieso das so war, aber alleine der Gedanke daran ließ sie erschaudern.
„Wir werden sehen, Sharani, aber selbst wenn: Wir sind ja bei dir.“
Dankbar griff sie nach Taris’ Hand und drückte sie kurz. „Weiß ich doch. Trotzdem danke.“

Sie liefen noch etliche Stunden, ehe sie die kleine Stadt erreichten und kurz bevor sie diese betraten, drehte sich Natan zu ihnen um und sagte: „Wartet hier, ich werde nach einer Bleibe für uns suchen und erfragen, wer uns morgen nach Ardinlochs bringen kann.“
Taris war recht dankbar für diese Pause und ließ sich sofort auf einem großen Stein nieder, der wohl eine Grundstücksmarkierung darstellte.
„Das ist sehr nett von Euch, Natan“, bedankte er sich und rieb sich vorsichtig über den Arm. Sharani hatte ihm die Wunde, die der Holzbalken gerissen hatte, zwar inzwischen gereinigt und neu verbunden, doch nun juckte diese höllisch. Er getraute sich allerdings auch nicht, richtig zu kratzen, um die dünne Schorfschicht nicht abzureiben und damit die Heilung zu verzögern. Gerade, als er dachte, es nicht mehr auszuhalten, wurde Taris von Dimnar leicht in die Seite gestoßen.
„Was meinst du? Wird er es schaffen?“
„Was schaffen?“
„Na eine Unterkunft für uns zu finden natürlich.“
Taris seufzte. „Ich hoffe es. Er scheint hier nicht ganz unbekannt zu sein und alleine hätten wir vermutlich gar keine Chance.“
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 09.09.2014, 18:23    Titel: Werbung



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Alexandra



Anmeldungsdatum: 19.06.2010
Beiträge: 582
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 10.09.2014, 08:55    Titel:

Hab Kapitel 1 deiner Kurzgeschichte gelesen, hört sich super an!
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