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Hunter 17.03.2011




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 17.03.2011, 12:22    Titel: Hunter 17.03.2011

Als kleine Entschädigung gibts hier ein bisschen mehr.



Kapitel XIII

Es dauerte gar nicht so lange, bis Siv zurückkehrte. Über dem Arm hatte sie ein paar Kleidungsstücke, die schrecklich kratzig aussahen und in der Hand trug sie einen Becher mit warmer Milch sowie ein kleines Leintuch.
Die Kleidung – eine Art Hose, die mit Leinenstreifen umwickelt wurde, ein Hemd und eine Tunika mit einem Gürtel – warf sie neben mich auf das Bett. Dazu einen Mantel und lederne Stiefel.
„Hier, zieh das an, das Füttern kann ich gerne übernehmen.“
„Ich füttere mein Kind selbst“, knurrte ich zurück, was mir jedoch nur ein spöttisches Lächeln einbrachte.
„Bitte, tu dir keinen Zwang an.“
Sie stellte den Milchbecher auf den Boden und drückte mir das Leinenläppchen in die Hand, das ich ratlos anstarrte. Was sollte ich damit?
Siv setzte sich auf die Bank gegenüber und beobachtete sichtlich amüsiert mein nachdenkliches Gesicht. Ich stand aber auch wirklich vor einem Problem: Wie sollte ich Shannon denn bitte füttern? Einfach aus dem Becher trinken lassen? Dann würde die Hälfte garantiert über ihren Pullover und ihre Hose laufen und ich konnte sie nochmals umziehen. Mein Töchterlein dagegen sah nicht ein, weshalb es nicht endlich etwas zu essen bekommen sollte und krakeelte dementsprechend herum.
„Vielleicht tauchst du einfach mal das Leinen in die Milch und lässt sie daran lutschen.“
Nach zehnminütigem Geplärre hatte Siv endlich ein Einsehen und gab mir diesen Tipp, den ich sogleich ausprobierte und siehe da, es funktionierte. Zwar nur sehr langsam, aber immerhin.
„Für die Kleine müssen wir uns noch was einfallen lassen“, sagte Siv nach einer Weile, in der Shannon gierig an dem milchgetränkten Leinenlappen saugte. „Wir haben keine Gewandung für Kinder, also werden wir sie vorläufig so lassen müssen und im Laufe des Tages für angemessene Kleidung sorgen. Ach ja, wenn die Touristen kommen, solltest du sie trotzdem Annegret oder mir überlassen. Kein Nordmann kümmert sich um die Babys.“
„Und warum können wir uns nicht einfach irgendwo verstecken?“, wollte ich wissen, denn der Gedanke als Touristenattraktion hier herumzusitzen und womöglich mit Waffen oder Werkzeugen herumfuchteln zu müssen behagte mir nicht sonderlich.
„Weil Bjorn es für die beste Möglichkeit hält, dich hier unauffällig zu verstecken, deshalb. Wir können euch erst in ein paar Tagen aufs Festland bringen, wenn wir das jetzt täten, hätten euch die H.o.A.C.s sofort am Wickel.“
„Gibt’s eigentlich niemanden in Neufundland die über diese Jäger und uns Opfer nicht bescheid wissen?“
Siv lachte. „Oh es weiß fast niemand etwas darüber, keine Sorge. Aber was glaubst du, warum es L’Anse aux Meadows überhaupt gibt?“
Die Antwort kam mir spontan über die Lippen: „Weil’s irgendjemand gefunden und ausgegraben hat?“
„Nein, weil wir es ausgegraben und rekonstruiert haben.“
So langsam ergab das einen Sinn. Natürlich, wer konnte wohl ein altes Wikingerdorf besser nachbauen als waschechte Nordmänner? Doch wozu? Vermutlich nicht um uns ihre Vergangenheit näher zu bringen. Nostalgische Gefühle traute ich weder Eric noch diesem Bjorn zu, von dem Siv gesprochen hatte und der vermutlich dieser andere Vampir war, der Shannon und mich hergebracht hatte.
Mein nachdenkliches Gesicht schien Siv versöhnlicher zu stimmen.
„Ich geh mich rasch umziehen und dann nehm ich dir die Kleine ab, dass du dich ebenfalls herrichten kannst“, sagte sie und stand auf. „Wenn du Hilfe dabei brauchst – Olaf müsste jeden Augenblick kommen. Er wird mir dir auch besprechen, was ihr während der Öffnungszeiten hier tut.“
Mein skeptischer Blick brachte sie zum Lachen. „Keine Panik, hier reißt dir keiner den Kopf ab und Unmögliches verlangen wir auch nicht.“
Ihre Zuversicht teilte ich zwar nicht, aber wenn man es genau betrachtete, blieb mir gar nicht viel anderes übrig, als mich in mein Schicksal zu fügen.

In der Zeit, die Siv zum Umziehen brauchte, verfütterte ich die restliche Milch an Shannon. Eine umständliche Methode war es ja schon: Stofffetzen in die Milch tauchen, warten, herausnehmen, hoffen, dass die Kleine nicht zu sehr bekleckert wurde und dann dem Kind beim Schmatzen zuhören, während es auf dem Lappen herumnuckelte.
Schließlich wurde es mir doch zu dumm und ich hielt ihr den Becher einfach an die Lippen, kippte ihn vorsichtig und siehe da, Shannon war gar nicht zu ungeschickt zum Trinken, wie ich zuvor noch befürchtet hatte. Zumindest sabberte sie nicht mehr als sonst.
„Na also, geht doch“, hörte ich Sivs belustigt klingende Stimme von der Türe her. „Auch wenn’s vorher lustiger aussah.“
Sie trug nun ein langes, naturfarbenes Leinenkleid und darüber eine Art blauen Trägerrock, der von großen, metallenen Schließen – Fibeln, wie sie mir erklärte – und einem Ledergürtel gehalten wurde. Ihre Haare hatte sie unter einem Kopftuch zusammengebunden und ihre Füße steckten in ledernen Schuhen.
„Worauf wartest du?“, wollte sie wissen und nahm mir Shannon aus dem Arm, was ich widerspruchslos zuließ. „Oder hast du Angst, ich könnte dir was weggucken?“
„Das nicht. Ich will dich nur nicht in Verlegenheit bringen. Schließlich kann ich es nicht verantworten, dass du den ganzen Tag an nichts anderes mehr denkst“, konterte ich und fürchtete, kaum dass die Worte über meine Lippen gekommen waren, dass sie das falsch auffassen könnte, doch Siv lachte nur.
„Du bist zumindest nicht auf den Mund gefallen. Pass nur auf, dass ich dich nicht auf die Probe stelle und Beweise sehen will.“
Kichernd wie ein Teenager verließ sie das Haus und ließ mich mit dem Häuflein Kleidung zurück, das sie mir zuvor gebracht hatte.
Ratlos hob ich das Hemd auf. Gehörte das unter die Tunika? Oder hatte sie es mir nur gebracht, um mir die Wahl zu lassen, was ich tragen wollte?
„Du stehst hier ja immer noch rum.“
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 17.03.2011, 12:22    Titel: Werbung



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Kathleen Kelly
Moderatorin


Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 6076
Wohnort: Ostalb

BeitragVerfasst am: 18.03.2011, 02:18    Titel:

Danke liebe Zabanja! drück
_________________
Liebe Grüße
Heidi
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