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2.Dezember 2021




 
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Autor Nachricht
Gabi
Moderatorin


Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 20428
Wohnort: Boos bei Memmingen

BeitragVerfasst am: 01.12.2021, 22:19    Titel: 2.Dezember 2021

Die Anleitung für heute kommt von Kiki Mum, die sie für uns ausgesucht hat.


Vielen lieben Dank an Kiki Mum.

Das Rezept habe ich selbst noch nicht versucht, es steht aber auf meiner Backliste:

Apfel-Crumbles

Zutaten

Für  Stück
• 250 g   Mehl  
• 120 g   Zucker  
• + 1 EL   Zucker  
• 1 Pck.   Vanillin-Zucker  
• 1 TL   gemahlener Zimt  
• 1 Prise(n)   Salz  
• 1/2 TL   Backpulver  
• 125 g   kalte Butter  
• 1   mittelgroßer säuerlicher Apfel (ca. 160 g) 
•     Backpapier  
Zubereitung
60 Minuten ( + 30 Minuten Wartezeit )
ganz einfach
1.
Mehl, Zucker, Vanillin-Zucker, 1/2 TL Zimt, Salz und Backpulver in einer Schüssel mischen. Butter in kleine Würfel schneiden, zufügen und alles mit den Händen zu einem Streuselteig verkneten.
2.
Apfel waschen, schälen, halbieren und das Kerngehäuse herausschneiden. Apfelhälften raspeln und mit dem Knethaken des Handrührgerätes unter die Streusel kneten.
3.
Mit einem Teelöffel Häufchen auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche (ca. 32 x 40 cm) setzen und mit den Fingern etwas zusammendrücken. Nacheinander im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: s. Hersteller) ca. 15 Minuten backen. Fertige Plätzchen mit dem Backpapier auf ein Gitterrost ziehen und auskühlen lassen. 1/2 TL Zimt und Zucker mischen und die Plätzchen damit bestreuen.

Der Weihnachtsesel

von Wolfgang Kraml

Dick und schwer purzelten die Schneeflocken vom grauen Himmel herab. Es war kalt und Dunja fror in ihrem dünnen Mäntelchen. Aber das machte ihr nur wenig aus. Sie hatte jetzt einfach keine Zeit, um auf die Kälte zu achten und auch nicht auf das lustige Tanzen der Schneeflocken. Es war jetzt schon fast Mittag. In einer knappen Stunde würden die Geschäfte zusperren. Bis dahin musste sie es einfach gefunden haben. In vier Läden hatte Dunja es an diesem Vormittag schon versucht, aber in keinem davon hatte sie genau das bekommen was sie suchte. Jetzt wusste sie nur noch ein Geschäft in der Nähe der Altstadt, wo sie es noch probieren konnte.
Also ließ sich Dunja mit der Menge der Menschen treiben, die genau wie sie noch in letzter Minute etwas einkaufen mussten. Immer wieder wurde sie angerempelt und gestoßen, weil die Erwachsenen nicht auf das kleine Mädchen achteten, das da zwischen ihnen dahin stolperte. Obwohl jetzt die friedlichste Zeit des Jahres sein sollte, ging es in Wirklichkeit ganz anders zu. Dunja kam sich noch kleiner und verlassener vor, als sie es ohnehin schon war. Sie war heilfroh, dass sie in die ruhigere kleine Gasse einbiegen konnte, in der das Geschäft lag, zu dem sie wollte.
Nach ein paar Schritten stand sie endlich vor der Drogerie. Dunja drückte fast ihre Nase an der Scheibe des Schaufensters platt. Da drinnen, nur noch durch das Glas getrennt, lag es! Sie hatte es wirklich gefunden. Das Weihnachtsgeschenk für ihre Mama! So lange hatte sie danach gesucht. Nicht, dass sie nicht gewusst hätte was sie ihr schenken sollte. Ganz im Gegenteil. Sie wusste es ganz genau. Das hatte die Sache ja so schwer gemacht.
Dunjas Mama hatte wunderschöne, lange, dunkelbraune Haare. Sie waren leicht gewellt und glänzten in der Sonne so hübsch. Im Sommer hatte sie ihre Haare immer mit einer Klammer und einem Kamm zu einer frechen Frisur hochgesteckt. Aber die Klammer war zerbrochen und dem Kamm fehlten schon einige Zähne, so dass er nicht mehr besonders gut hielt. Deswegen hatte Dunja beschlossen, ihrer Mama zu Weihnachten einen neuen Kamm und eine neue Haarklammer zu schenken. Aber es sollten kein gewöhnlicher Kamm und keine gewöhnliche Klammer sein. Dunja stellte sich einen gebogenen Kamm und eine Klammer mit ganz langen, runden Zähnen vor. Und goldfarben sollten sie sein, weil das so gut zur Haarfarbe ihrer Mama paßte. Genau das lag da vor ihr im Schaufenster. Vor lauter Freude und Aufregung klopfte ihr das Herz bis zum Hals. Sie entzifferte das Preisschild, das neben ihrem Geschenk stand. 45 Schillinge für die Klammer und 30 Schillinge für den Kamm. Zusammen also 75 Schillinge. Das konnte Dunja sich gerade leisten, es würden ihr sogar noch etwas übrigbleiben. Eigentlich waren 75 Schillinge ja nicht so viel Geld.
Aber Dunja hatte es nicht leicht. Sie und ihre Mama waren nicht das, was man reich nennen konnte. Seit sie vor ein paar Monaten nach Österreich gekommen waren, wohnten die beiden in einer kleinen dunklen Kellerwohnung. Sie hatten nur einen kleinen Kasten, einen Tisch und zwei Sessel. Zum Kochen gab es einen kleinen elektrischen Kocher und das Wasser zum Waschen mussten sie in einer Schüssel vom Gang holen. Kühlschrank gab es keinen. Und zum Schlafen gab es zwei alte Matratzen und ein paar Decken. Spielzeug hatte Dunja keines. Das hatte sie mit all den anderen Sachen zurückgelassen, als sie mit ihrer Mama vor dem Krieg in ihrer Heimat flüchten musste. Und auch ihr Papa war nicht da. Er war aus dem Krieg nicht mehr heimgekommen und Dunja wußte nicht, ob er überhaupt noch am Leben war. Oft lag Dunja auf ihrem Bett und weinte, weil sie so alleine war und niemanden hatte, mit dem sie reden hätte können. Nur die Pfarrschwester der Kirche in der Nähe ihrer Wohnung hatte immer Zeit für sie. Sooft sie konnte, half Dunja ihr bei kleinen Arbeiten in der Kirche, und weil sie eine schöne Stimme hatte, durfte sie bei den Tauffeiern singen. Dafür bekam Dunja immer wieder eine Kleinigkeit zugesteckt. Davon hatte sie Schilling um Schilling gespart, um ihrer Mama zu Weihnachten die Haarklammer und den Kamm kaufen zu können.
Entschlossen ging Dunja in das Geschäft, grüßte höflich und erklärte der Verkäuferin, was sie haben wollte. Das war gar nicht so einfach, weil sie ja die fremde Sprache noch nicht so gut konnte. Am Ende zog sie die Verkäuferin einfach zum Schaufenster und zeigte auf den Kamm und die Klammer. Die verstand, holte die beiden Sachen aus dem Fenster und verpackte sie für Dunja besonders hübsch. Dann ging die Verkäuferin zur Kasse und tippte den Preis ein. Dunja griff in ihre Manteltasche, um ihre Geldbörse herauszuholen.
Aber da war nichts! Die Tasche war leer. Dunja griff in die andere Manteltasche. Wieder nichts! Beide Taschen waren völlig leer. Dunja erstarrte vor Schreck und wurde ganz bleich im Gesicht. Sie durchwühlte nocheinmal beide Taschen. Aber vergeblich. Nur in der rechten Hand hatte sie ein verwelktes Salatblatt. Der Überrest vom Futter für den Esel bei der großen Weihnachtskrippe am Altstadtplatz. Tränen schossen ihr in die Augen und verzweifelt lief Dunja aus dem Geschäft. Sie hatte sich schon so gefreut und jetzt war alles aus. Kein Weihnachtsgeschenk für ihre Mama. Weinend rannte Dunja einfach weiter, ohne dass sie wusste wohin. Auf einmal stand sie wieder vor dem Zaun der Weihnachtskrippe. Sie lehnte sich an und dicke Tränen kullerten über ihr Gesicht. Eine feuchte Schnauze stuppste sie an und die rauhe Zunge des Esels leckte über ihre Wangen. Dunja streckte die Hand aus und kraulte den Esel zwischen den Ohren. Es tat ihr gut das weiche Fell zwischen ihren Fingern zu spüren. Sie erzählte dem Esel ihr ganzes Leid. Als ob er sie verstehen könnte, hielt er still und leckte immer wieder über ihr Gesicht. Dunja fühlte sich ganz klein und elend. Sie erinnerte sich an das verwelkte Salatblatt in ihrer Manteltasche und hielt es dem Grautier hin. Gemächlich nahm es der Esel aus ihrer Hand und fraß. Dann senkte er den Kopf und wühlte ihm Stroh am Boden herum. Mit geschlossenen Augen streichelte Dunja die Mähne des Esels.
"Iii-Aah!" sagte der.
"Ist ja schon gut, lieber Esel." murmelte Dunja.
"Iii-Aah" meldete sich der wieder und stieß sie sanft an.
"Ich hab' doch nichts mehr!" sagte Dunja zum Esel und sah ihn an. Und auf einmal ging ein Leuchten über ihr Gesicht und ihr Weinen war wie weggewischt. Die Tränen aus ihren Augen kamen diesmal vor lauter Lachen. So froh war sie nicht mehr gewesen, seit sie von Zuhause hatte weggehen müssen. Der Esel hatte ihre Geldbörse im Maul. Dunja musste es hier bei der Krippe verloren haben, als sie in der Früh da war, um dem Grautier seine Salatblätter zu füttern.
"Danke! Ich dank dir, du lieber Esel du! Vielen Dank!" rief sie.
Dann wandte sie sich um und rannte so schnell sie konnte zurück zu dem Geschäft, um das Weihnachtsgeschenk für ihre Mama zu holen.


Vielen Dank an Kiki Mum für die schöne Geschichte.
Viel Freude beim Lesen und einen schönen 2.Dezember für euch alle.
_________________
Grüße von Gabi

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Wer etwas nicht will, findet Gründe


Zuletzt bearbeitet von Gabi am 03.12.2021, 01:05, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021, 22:19    Titel: Werbung



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MarieCB



Anmeldungsdatum: 24.10.2019
Beiträge: 277
Wohnort: Elbe-Elster

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 08:26    Titel:

... was für eine zauberhafte Geschichte! Danke liebe Gabi und liebe Kiki Mum Smile
_________________
LG Marie

Alle sagten das geht nicht, dann kam eine, die wusste das nicht und hats einfach gemacht ...(Lebensweisheit)
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cailin



Anmeldungsdatum: 18.11.2014
Beiträge: 6405

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 08:31    Titel:

oh.. eine Schöne Geschichte.. und das Utensilo ist auch ne Nette idee..
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Sonnenblume



Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 2672

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 11:07    Titel:

Vielen Dank für die Idee für das Sternutensilo und für die Geschichte, liebe Gabi. Habt einen schönen 2. Dezember und bleibt gesund.

Liebe Grüße
Sonnenblume
_________________
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich!
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Kiki Mum



Anmeldungsdatum: 17.03.2019
Beiträge: 885
Wohnort: Burgoberbach

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 13:40    Titel:

hallo, es ist immer wieder schön, besinnlich Geschichten zu lesen. auch wenn ich sie schon gekannt habe.
_________________
Liebe Grüße Barbara 🧡🧵

Noch kein Zusammenhang erkennbar, aber ich bleib daran und geb nicht auf…
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Dilldappen



Anmeldungsdatum: 17.02.2018
Beiträge: 1416
Wohnort: Sauerland

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 15:39    Titel:

DANKE für das 2. Türchen! drück
Muster, Rezept und Geschichte = ganz, ganz toll!
_________________
Liebe Grüße
Roswitha daumen hoch

Wir können die Windrichtung nicht bestimmen, aber wir können die Segel setzen.
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farbstich



Anmeldungsdatum: 05.12.2010
Beiträge: 761

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 15:50    Titel:

Danke schön für das 2. Türchen, liebe Barbara!
Ich liebe diese alten Weihnachtsgeschichten, sie stimmen mich immer so nachdenklich und oft werde ich dann ganz dankbar, dass es uns doch so gut geht.

In das Sternenutensilo würde ich verschiedene Garnrollen zum applizieren oder lieseln hineinlegen und die schmalen Öffnungen des inneren Sterns halten vielleicht eine kleine Schere, Nahttrenner und Nadeln ?

Grüßle Birgit
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kadie



Anmeldungsdatum: 18.03.2011
Beiträge: 86
Wohnort: im Schwabenländle

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 16:01    Titel:

herzlichen Dank für das wunderschöne Türchen, ich kannte weder die Anleitung noch die Geschichte.
_________________
Viele Grüße Ingrid
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schlüppche



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 10703
Wohnort: 63110 Rodgau

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 19:23    Titel:

Danke für das tolle Türchen juhu
_________________
___________________
lieben Gruß
Christine
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kesseschere



Anmeldungsdatum: 30.01.2008
Beiträge: 10801
Wohnort: Euskirchen

BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 23:17    Titel:

Danke für das Türchen drück
_________________
Lg. Marita scherchen
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BeitragVerfasst am: 02.12.2021, 23:17    Titel: Werbung



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