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Osomyr-Trilogie Band 2: 13.09.2012




 
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1251
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 13.09.2012, 14:10    Titel: Osomyr-Trilogie Band 2: 13.09.2012

Embarassed Ihr dürft mich da gerne früher dran erinnern... Hab anscheinend echt ein schlimmes Gedächtnis Wink
@Alexandra: Wir haben uns immer noch nicht getroffen, fällt mir da auf. Dabei wollen wir das doch schon sooo lange *g*



IV

Unruhig lief Sharani auf dem Turm von einer Seite zur anderen. Sindamel und vor allem Tcha’ron waren jetzt schon so lange fort! Warum kamen sie nur nicht wieder? Es hatte bisher noch kein Lebenszeichen von den beiden gegeben.
„Mach dir keine Sorgen, sie sind bestimmt bald zurück.“
Die Stimme, die so plötzlich hinter ihr erklang, ließ Sharani zusammenzucken.
„Ich... Ach, du bist es, Soltar.“ Sie atmete erleichtert auf und schob sich eine Haarsträhne hinter das Ohr zurück. „Du hast mich ganz schön erschreckt, weißt du das eigentlich?“
Wieder schweifte ihr Blick in die Ferne. „Ich wünschte, ich wäre mir ebenso sicher, dass sie bald zurückkehren, aber...“

Ein heller Fanfarenton unterbrach Sharani und ließ sie erneut herumfahren. Wer hatte dieses Signal gegeben? Es war doch niemand auf der Burg, der so etwas konnte.
„Sharani, sieh doch!“, rief Soltar. Es schwebte mittlerweile auf der anderen Seite des Turms.
Sofort eilte Sharani zu dem Buch und blickte hinab. Unten, direkt vor dem Tor der Burg stand eine kleine Gruppe Leute. Es waren Elben, aber wie sahen sie aus? Soweit Sharani erkennen konnte, war keiner von ihnen unverletzt. Ja, einer von ihnen wurde sogar getragen... von einem Einhorn.
„Tanieké!“
Das Einhorn hatte sich die ganze Zeit, die sie jetzt auf Osomyr waren, nicht mehr blicken lassen.
Sharani stieß sich von den Zinnen ab, zwischen denen sie hindurchgesehen hatte, und rannte so schnell sie ihre Beine trugen die Stufen des Turms hinab, wo sie auf Taris und Dimnar traf, die ebenfalls das Signal gehört hatten und auf dem Weg zum Haupttor waren.
„Elben!“, sagte Sharani kurz und Dimnar nickte.
„Sindamel ist zurück. Ich wusste er würde bald kommen.“
Am Tor angelangt, war dieses bereits von unsichtbarer Hand geöffnet worden und die erschöpften Elben betraten den rechteckigen Innenhof Osomyrs.
Dimnar lief sofort zu Sindamel, der seinen Bruder allerdings mit einer Bewegung abwehrte.
„Später, Dimnar, gedulde dich. Erst muss Jorkan versorgt werden, seine Verletzungen sind ernst.“
Sharani war bereits zu Tanieké gelaufen und das Einhorn ging nun sogar in die Knie, um den verletzten Elben vorsichtig zu Boden gleiten zu lassen.
Sie erkannte auf den ersten Blick, dass sie keine Zeit mehr verlieren durften. Der hohe Blutverlust und die anstrengende Reise hatten den Elben sehr geschwächt und es bestand die Gefahr, dass die Wunde sich entzündete.
„Taris, Dimnar! Bitte helft mir. Bringt ihn in eines der Zimmer, ich komme sofort nach.“
Sharanis Anweisungen hatten so zwingend geklungen, dass die beiden jungen Männer gar nicht erst nachfragten, sondern Jorkan vorsichtig an Schulter und Beinen anhoben und ihn in die Burg brachten. Sie trugen ihn in eine freie Kammer und betteten ihn so sanft wie nur möglich auf das Bett.
„Wie ist das passiert?“, wollte Dimnar wissen und der Elb antwortete schwach: „Kobolde... Sie haben uns in... einen Hinterhalt gelockt. Wäre dein Bruder nicht gewesen...“ Er lächelte leicht, verzog aber sofort das Gesicht zu einer schmerzhaften Grimasse.
„Ich werde etwas Wasser holen“, raunte Taris Dimnar zu. „Er hat Fieber. Ich bin gleich wieder da.“

Sharani war unterdessen losgelaufen, um Heilkräuter und alles Weitere zu besorgen, damit sie den verletzten Elben behandeln konnte und so blieben Sindamel und die restlichen Krieger allein im Hof zurück.
Der Waldelb wandte sich an das Einhorn.
„Vielen Dank, Tanieké. Ohne deine Hilfe wäre es für Jorkan vermutlich zu spät gewesen.“
Tanieké erhob sich und schüttelte in einer eleganten Bewegung seinen Kopf.
„Gern geschehen. Aber lasst es nicht zur Gewohnheit werden. Ich bin der Wächter der Burg – kein Lasttier.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und sprengte in vollem Galopp aus dem Hof.
„Nein, natürlich nicht“, murmelte Sindamel, sah dem Einhorn kurz nach und führte dann die restlichen Elben in die Burg.

Wenige Tage später kehrte auch Tcha’ron zurück. Allerdings weniger spektakulär als Sindamel. Der Kobold hatte es problemlos geschafft, bis zum Vergessenen Reich vorzudringen.
Am selben Abend noch saßen alle in der Bibliothek beisammen und überlegte, wie es nun weitergehen sollte.
Taris erzählte von seiner Vermutung, eine der Insignien müsse an einem Ort absoluter Stille versteckt sein.
„Vollkommen still? Hm, ob es so etwas überhaupt gibt?“, zweifelte Tcha’ron. „Das würde ja auch bedeuten, dass es dort kein Leben geben darf. Klingt nicht gerade besonders einladend, oder?“
„Genau aus diesem Grund wäre es der perfekte Ort, um einen so wichtigen Gegenstand zu verstecken“, erwiderte Sindamel. „Nein, ich denke, dass Taris’ Vermutungen schon richtig sind.“
„Ich denke, es ist ein Ort, an den nicht viele Leute hinkommen. So ähnlich wie das Moor. Freiwillig geht da ja keiner rein.“
„Genau“, stimmte Dimnar Taris zu. „Wir haben uns da auch schon was überlegt. Das Moor schließen wir aus, da ist es nicht still genug. Aber in einem Buch habe ich etwas über eine Wüste gefunden. Sie soll irgendwo in Samari sein...“
„Bahray, ja“, unterbrach Sindamel seinen Bruder. „Soviel ich weiß, wird sie gemieden. Nur ein oder zwei Karawanen ziehen pro Jahr hindurch und ein paar kleinere Nomadenstämme sollen dort auch leben.“
„Warum wird sie gemieden?“, wollte Sharani wissen. „Ist sie so gefährlich?“
„Sie ist tückisch, ja“, nickte Sindamel. „Es ist eine Sandwüste, tagsüber heiß, nachts kalt, allerdings nicht so, dass es lebensbedrohlich wäre. Gefährlich wird sie durch ihre Eintönigkeit. Man kann stundenlang im Kreis laufen, ohne es zu merken, weil es einfach überall gleich aussieht.“
„Wie machen das dann die Karawanen?“
„Sie ziehen nicht mitten hindurch, sondern halten sich stets am Rand der Wüste auf, sodass sie eine Orientierungslinie behalten“, versuchte der Elb zu erklären. „Wer sich weiter hinein wagt, ist fast schon verloren. Vor Jahren hatte sich einmal in einem Sandsturm ein Teil einer Karawane vom Rest getrennt und geriet weiter in die Wüste hinein. Nur einer von ihnen wurde zwei Wochen später wieder gefunden – am Ende seiner Kräfte. Dabei war er nur einen Tagesmarsch von der Stelle entfernt gewesen, an der sie getrennt worden waren.“

Betroffenes Schweigen machte sich breit, bis Sharani die Stille brach.
„Das klingt nicht sonderlich ermutigend. Aber es würde durchaus passen, findet ihr nicht?“
„Es wäre zumindest einen Versuch wert“, stimmte Dimnar ihr zu. „Was meinst du denn, Soltar?“
„Naja“, meinte das Buch der Welten. „Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Wüsten. In Bahray war ich noch nie, deshalb kann ich euch auch nicht sagen ob es ein geeignetes Versteck für eine der Insignien wäre. Tut mir leid.“
Überrascht hob Taris eine Augenbraue. Soltar gab zu, etwas nicht zu wissen? Das war neu.
„Ich denke es gibt nur einen Weg, das herauszufinden: Wir müssen dorthin und nachsehen“, sagte er dann schließlich entschlossen. „Wir haben nichts zu verlieren und je schneller wir die fehlenden Insignien finden, desto besser ist das für Eluyan.“

Gleich am nächsten Morgen stellten die Fünf ihr Reisegepäck zusammen. Viel war es nicht, schließlich durften sie ja nicht auffallen und obendrein wussten sie auch gar nicht, was sie auf dem anderen Kontinent alles erwartete.
„Wir werden das Nötigste auf Kray’lera bekommen“, sagte Sindamel zuversichtlich. „Es ist der einzige Weg, nach Samari zu gelangen und ich denke, die Einwohner dort werden besser wissen, was von Nutzen ist und was nicht.“
„Das denke ich auch“, stimmte Tcha’ron zu und blickte dann leicht besorgt zu Sharani. „Möchtest du nicht doch lieber hier bleiben? Hauptmann Louran und seine Männer halten hier die Stellung und...“
„Nein, Vater, ich komme mit“, unterbrach ihn Sharani bestimmt. „Ich habe keine Angst und egal, wo ihr auch hingeht, ich werde euch folgen.“
„Außerdem ist sie einer der Wächter“, gab Taris zu bedenken. „Ich kann deine Sorge ja verstehen, Tcha’ron, aber wir brauchen Sharani bei uns.“
Der Kobold seufzte und nickte dann. „Ehrlich gesagt bin ich auch ganz froh darüber, sie nicht schon wieder verlassen zu müssen“, gab er wenig später Sindamel gegenüber flüsternd zu.
„Mach dir keine Sorgen um sie“, antwortete Sindamel leise. „Wenn man bedenkt, was sie bisher alles geschafft hat. Sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen und auch sonst ist sie ganz wie ihr Vater.“
Tcha’ron lächelte verlegen. „Dann hoffe ich nur, dass sie nicht ganz so stur ist.“

Die kleine Gruppe verabschiedete sich von den Elben, die sich nach einiger Diskussion doch bereit erklärt hatten, auf Osomyr zu bleiben. Zuerst hatte der Hauptmann so rasch wie möglich ins Grenzland zurückkehren wollen, doch Sindamel hatte ihn schließlich davon überzeugt, dass sie die Burg nicht ohne Schutz zurücklassen konnten – auch wenn er selbst nicht unbedingt daran glaubte, dass es den Kobolden gelingen würde, bis zu ihr vorzudringen und obendrein noch Tanieké zu besiegen.

„Ihr wollt schon wieder gehen?“
Taris drehte sich um und sah genau in die pechschwarzen Augen Taniekés, der gerade hinter ihm aus dem Gebüsch trat.
„Ja, schließlich müssen wir die restlichen Insignien finden“, antwortete er dem Einhorn.
„Wird auch höchste Zeit“, meinte dieses hochmütig. „Ihr habt schließlich lange genug da drinnen gefaulenzt.“
Bei diesen Worten blickte es hinauf zur Burg, die tatsächlich auf dem steilsten Felsen stand, den Taris je gesehen hatte. Die Spitzen der Türme überragten sogar noch die Wipfel der Bäume und diese berührten schon fast die Wolken. Wenn man dort oben stand, fiel es einem gar nicht so auf. Auch der Weg hatte gar nicht so steil nach unten geführt...
„Wie sind wir hierher gekommen?“, fragte der junge Zauberer verdutzt. „So lange sind wir doch noch gar nicht unterwegs.“
Das Einhorn lachte schrill wiehernd. „Dummer Junge. Hast du schon wieder vergessen? Der Weg muss einem geschenkt werden. Das gilt für beide Richtungen.“
„Man hat aber gar nichts gemerkt“, sagte Sharani leise. „Wir sind einfach durchs Tor und dann den Weg entlang, bis du uns hier angesprochen hast, Tanieké. Wo fängt denn dann dieser Weg an, der einem geschenkt wird? Ist das eine Art Tor?“
„Woher soll ich das wissen, Kind?“, fragte das Einhorn und schickte sich an, wieder im Unterholz zu verschwinden. „Ich bin nur der Wächter der Burg – kein Magier.“ Schon war es wieder verschwunden.
„Also eines muss man diesem Biest ja lassen“, knurrte Dimnar leise. „Es behandelt alle gleich unhöflich.“
„Das habe ich gehört, Elb“, drang Taniekés Stimme von irgendwo her.
„Gut so!“, rief Dimnar aus, sah sich mit funkelnden Augen um, entdeckte das Einhorn aber nirgends und so ging er wütend weiter. „Kommt schon, wir haben eine Aufgabe.“
Soltar folgte dem jungen Elb. „Sei nicht wütend. So ist Tanieké nun mal. Aber im Grunde genommen hat er ein weiches Herz. Denk nur daran, dass er Jorkan sogar getragen hat. Das ist sehr außergewöhnlich, denn normalerweise lässt kein Einhorn jemanden auf sich reiten.“
„Das ändert nichts daran, dass er arrogant und hinterlistig ist“, erwiderte Dimnar. „Warum sagt er nicht einfach, wie das mit dem Weg funktioniert?“
„Weil er es nicht weiß“, antwortete Soltar ruhig. „Genauso wenig wie ich oder sonst jemand auf dieser Welt. Es ist eines der Geheimnisse, die wohl niemals aufgeklärt werden.“
„Im Grunde genommen ist es auch nicht so wichtig“, mischte sich Tcha’ron in das Gespräch ein. „Es funktioniert – das ist die Hauptsache.“
Er überholte Dimnar und deutete dann in die Ferne. „Seht, dort beginnt bereits die Nebelwand. Ich hoffe sehr, dass wir sie rasch hinter uns bringen können, und dass wir nicht gerade einer Patrouille der Ye’shouin in die Arme laufen. Rho’kon lässt die Grenzen bewachen, seit wir ihm dort entwischt sind.“
„Der Nebel hat’s auch immer noch in sich“, seufzte Sindamel. „Wir brauchten fast einen ganzen Tag, um hindurch zu gelangen. Die Sache mit dem ‚wahren Willen’ ist doch schwerer, als ich dachte.“
Auch Tcha’ron nickte. „Ja, das ist leider wahr.“ Dann fiel ihm etwas ein. „Soltar, als wir das erste Mal diese Nebelwand durchschritten hatten, kamen da nicht auch ein paar Ye’shouin durch? Was ist aus ihnen geworden?“
„Och die“, kicherte Soltar vergnügt. „Wenn sie nicht mittlerweile verhungert sind, suchen sie vermutlich immer noch nach euch. Soviel ich weiß sind sie irgendwo weiter östlich im Kreis gelaufen und haben sich gewundert, dass sie zwar Spuren fanden, aber nie auf euch trafen. Die haben gar nicht gemerkt, dass es ihre eigenen Spuren waren, denen sie die ganze Zeit folgten.“
„Typisch“, seufzte Tcha’ron kopfschüttelnd. „Aber es hat auch was Gutes – auf diese Weise kommen sie uns wenigstens nicht in die Quere.“
„Vielleicht sollten wir uns wieder an den Händen nehmen“, schlug Sharani vor. Die ersten Nebelschwaden drangen bereits zu ihnen vor und sie fühlte sich sehr unwohl bei dem Gedanken an das undurchdringliche Weiß, in dem sie gleich wieder alle versinken würden.
„Das werden wir auch“, antwortete Taris mit beruhigender Stimme und griff nach ihrer Hand. In Wahrheit war es ihm selbst nicht ganz wohl, aber das wollte er nicht zugeben.

Hand in Hand irrte die Gruppe durch den Nebel. Es schien Stunden her zu sein, dass sie etwas Anderes als grauweißen Dunst gesehen hatten.
„Warum stecken wir hier denn immer noch fest?“, fragte Dimnar schließlich genervt. „So lange hat es doch beim letzten Mal auch nicht gedauert.“
„Vergiss nicht, dass der Nebel auf euch reagiert“, antwortete Soltar. Das Buch schwebte ihnen wieder voraus, um ihnen wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt zu geben.
„Ja, aber ich denke es reicht, wenn einer seinen wahren Willen kennt“, grummelte der Elb weiter. „Ich will endlich wieder was sehen können. Man kommt sich ja vor wie ein Blinder.“
Soltar lachte leise. „Ja, das dürfte in etwa hinkommen. Aber sag mal, was ist denn dein größter Wunsch, Dimnar?“
„Mein größter...? Ich weiß es gar nicht.“
„Dann überleg mal, vielleicht hilft das ja.“
Soltars Antwort brachte den jungen Elb ins Grübeln. So ganz Unrecht hatte das Buch ja nicht. Er hatte sich bislang darauf verlassen, dass die anderen ihn schon führen würden. Aber was war nun sein größter, sein allerwichtigster Wunsch? Das, was er am meisten anstrebte und wofür er bereit war, wirklich alles zu geben?
Als kleiner Junge hatte er immer ein großer Held werden wollen, und wenn er gemeinsam mit Enbeleth spielte, war er stets der Ritter in der strahlenden Rüstung gewesen, der die Jungfrau in Nöten vor einem grausamen Schicksal bewahrt hatte. Aber diese Zeit war längst schon vorbei. Nun trat er lieber in die Fußstapfen seines Bruders – bescheiden und hilfsbereit. Aber war es wirklich das, was er wollte?
Ein Bild stieg vor seinem geistigen Auge empor, so deutlich, als sehe er es tatsächlich. Er sah sich selbst, aber nicht in einer schimmernden Rüstung, sondern in der langen Robe eines Gelehrten. Er stand inmitten einer riesigen Halle, die bis unter die Decke mit Büchern aller Größen vollgestopft war. Allerdings nicht unordentlich sondern fein säuberlich getrennt nach Wissen.
Vor ihm, auf vielen kleinen Stühlen, saßen Kinder aller Völker und lauschten den Worten ihres Lehrers: Rúmil Nénharma Dimnar – Dimnar, dem ehrwürdigen Weisen von Eluyan.
Fast augenblicklich wurde die Nebelsuppe dünner und Sharani stieß einen Freudenschrei aus.
„Endlich! So langsam wurde es doch unheimlich.“
Tcha’ron lächelte flüchtig, während er sich umsah, die Gegend kam ihm mehr als nur bekannt vor. Er konnte seine Tochter verstehen, auch er war froh darüber, der Nebelsuppe entkommen zu sein. Trotzdem mahnte er eindringlich: „Nicht so laut. Rho’kons Patrouillen können überall sein. Wir sind im Nebel schon sehr dicht an seinen Palast geraten, fast etwas zu dicht.“
Sharani blickte so schuldbewusst zu Boden, dass es ihrem Vater fast schon wieder leidtat. Er griff nach ihrer Hand und fügte leise hinzu: „Kommt, am besten verschwinden wir so rasch wie möglich von hier.“
„Der Meinung bin ich auch, ja.“
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Petra



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BeitragVerfasst am: 13.09.2012, 14:10    Titel: Werbung



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Alexandra



Anmeldungsdatum: 19.06.2010
Beiträge: 582
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 16.09.2012, 16:59    Titel:

Leider haben wir es noch immer nicht geschafft, momentan geht es bei mir leider nicht da wir seit 5 Tagen einen Labrador-Welpen haben und der noch nicht alleine bleiben kann. Aber sobald er das kann melde ich mich und dann treffen wir uns endlich. Laughing
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1251
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 17.09.2012, 14:14    Titel:

*lol* Bring ihn mit Wink Ich liebe Hunde und meine Tochter auch.
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Petra



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Alexandra



Anmeldungsdatum: 19.06.2010
Beiträge: 582
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 19.09.2012, 19:43    Titel:

Na das wäre was wenn ich ihn mitbringe, der hat momentan nur Unsinn im Kopf. Laughing
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