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Hunter: 29.07.2011




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 29.07.2011, 23:23    Titel: Hunter: 29.07.2011

Kapitel XVII

Die Tage an Bord des U-Bootes zogen sich wie Kaugummi und jeder Tag, der verstrich, trieb mich ein wenig näher an den Rand des Wahnsinns. Ich hielt es einfach nicht mehr aus: Das ständige Stampfen der Motoren, das Quietschen, Rattern und Klopfen, das Gemurmel der Besatzung, von denen mich einige schlimmer als den Teufel fürchteten, dazu der Gestank und die Hitze und nicht zuletzt die Langeweile, das war einfach zuviel.
Shannon schien es ähnlich zu gehen. Sie weinte wegen jeder Kleinigkeit oder versuchte ihren neu entdeckten eigenen Willen mit Hilfe ihres Jähzorns durchzusetzen. Hatte in dem Buch über Kindererziehung, das ich mir vor ein paar Monaten zugelegt hatte nicht gestanden, dass die Trotzphase eines Kindes frühestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres kam? Ja Pustekuchen, die Autoren des Buches kannten meine Tochter einfach nicht. Wenn mein kleiner Engel etwas nicht tun wollte, dann tat er es auch einfach nicht, wie etwa schlafen. Es ist wahrlich ein Wunder, wie wenig Schlaf so ein Knirps braucht. Oder besser gesagt, wie lange er ohne Schlaf durchhält. Irgendwann wurde Shannon dann aber doch immer von der Müdigkeit übermannt und schlief einfach dort ein, wo sie grade saß: Bei Siv auf dem Arm, mitten auf dem Gang, im Aufenthaltsraum auf der Bank... Wenn das aber passierte, dann sah es so niedlich aus, dass ihr keiner mehr böse sein konnte, egal wie sehr er sie zuvor noch insgeheim verflucht hatte.
Wenn sie dann endlich schlief und ich eigentlich meine Ruhe haben konnte, drängten sich meine eigenen Sorgen und Ängste wieder in den Vordergrund. Vollmond... Mit jeder Nacht kam er näher.
Ich vermied wohlweislich jeglichen Blick auf einen Kalender, doch auch das änderte nichts an der Situation. Meine innere Uhr konnte ich in dieser Beziehung nicht täuschen. Lediglich ablenken konnte ich mich so gut es ging. Zum Beispiel mit dem Inhalt meiner Erinnerungsschachtel, die sich in meiner Reisetasche befand. Als ich diese Schachtel am zweiten Tag unseres Tiefseeabenteuers dort gefunden hatte, war ich mir im ersten Moment nicht sicher gewesen, ob ich lachen oder weinen sollte. Bjorns Ermahnung, vorläufig mit meiner Vergangenheit zu brechen und sämtliche Kontakte abzubrechen war mir noch frisch in Erinnerung und nun ausgerechnet das. Der Vampir hatte natürlich nicht wissen können, dass ich das alte Ding in der Reisetasche hatte und ich muss gestehen, ich hatte selber nicht mehr daran gedacht. Aber sie jetzt nun zu finden, das grenzte schon beinahe an Folter.
Die ersten paar Tage vermied ich krampfhaft jeglichen Blick auf die Schachtel, doch je näher der verhängnisvolle Abend kam, je mehr meine Unruhe wuchs, desto größer wurde die Versuchung, in den alten Erinnerungen zu kramen, um mich durch sie abzulenken.
Schließlich hielt ich es nicht mehr aus. Shannon war gerade eingeschlafen und ich fühlte den Mond bereits mit jeder Faser meines Körpers. Noch ein oder zwei Tage und ich würde durch das U-Boot toben, ein unaufhaltsames, gnadenloses Monster... Bereits jetzt merkte ich, dass ich von den anderen gemieden wurde. Ich war aggressiv geworden, schnauzte andere grundlos an und wenn ich mir dessen bewusst wurde und mich entschuldigte, warfen sie mir unsichere Blicke zu. Die Anspannung an Bord war kaum noch auszuhalten.
Um nicht dauernd daran zu denken oder gar in Selbstmitleid über diese ausweglose Situation zu verfallen schnappte ich mir die Schachtel und setzte mich im Aufenthaltsraum auf die schmale Bank.
„Was ist das?“
Siv gesellte sich zu mir. Sie war in den letzten Tagen noch schmaler geworden und ich schwor Stein auf Bein, dass sie auch reichlich blass aussah. Ob sie den beiden Vampiren etwa? Nein, diese Frage verbot ich mir. Es ging mir auch nichts an und außerdem lebte sie ja auch noch. Mit etwas Verspätung grinste ich ein verlegenes Grinsen und antwortete: „Ach, das alte Ding. Das war wohl noch in der Reisetasche, als Bjorn Shannon und mich aus der Hütte gescheucht hat. Da drin sammle ich alles, was ich nicht wegwerfen will. Fotos, alte Footballkarten und so ein Kram eben.“
Es zuckte belustigt um ihre Mundwinkel, doch Siv lachte nicht. Stattdessen umklammerte sie ihre Teetasse fester und setzte sich mir gegenüber. „Darf ich mal sehen?“
„Sicher.“
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 29.07.2011, 23:23    Titel: Werbung



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kleine Segelfliege



Anmeldungsdatum: 21.12.2010
Beiträge: 472
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 01.08.2011, 23:31    Titel:

Oh, hab gerade erst gesehen, dass es weiter geht!!! *freu*
Guck hier ja immer mal wieder rein, mag die beiden Geschichten doch so gerne!
VG,
Segelfliege
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