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Patchwork - und Quiltforum

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Bräuchte Hilfe von den Bekleidungsnäherinnen

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Winterkind



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 1573
Wohnort: Gablingen bei Augsburg

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 22:24    Titel: Bräuchte Hilfe von den Bekleidungsnäherinnen

Ich bräuchte mal Eure Näherfahrung.

Und zwar hab ich mir im letzten Jahr einen Shirt-Schnitt bei Pattydoo gekauft, mit 3/4 Arm. Ich würde mir das Shirt jetzt aber doch lieber mit kürzeren Ärmeln nähen. Kann ich da den 3/4 Ärmel einfach kürzen? Oder sind die Schnitte für 3/4 Arm und kurzem Arm in der Regel doch ganz unterschiedlich?
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Liebe Grüße
Andrea (eine ewige Anfängerin)

Nutze die Talente, die du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
(Henry van Dyke)




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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 22:24    Titel: Werbung



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doro-patch



Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 637
Wohnort: nahe Aschaffenburg

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 23:37    Titel:

Bei einem Shirtschnitt ist es meist ein relativ einfacher Schnitt, den kann man meistens einfach kürzen. Eher etwas länger schneiden - mehr abschneiden geht immer. Dranflicken ist schwierig.

Sollte der Ärmel etwas zu weit sein, so kann man an der Naht 1 - 2 cm abnähen (mehr nicht, das sitzt nicht gut)

Sollte er etwas zu eng sein, kann an der Naht nach unten ebenso ca. 1 -2 cm zugegeben werden. (aber oben wo der Ärmel anfängt bei 0 anfangen - sonst ist es schwierig den Ärmel einzunähen - und dann nach unten bischen was dransetzen.)

Sollte der Ärmel mehr Weite/weniger Weite bekommen, so kann man den Ärmel aufschneiden (gleichmäßig verteilt - Mitte und links und rechts davon) und vorsichtig die benötigte Mehrweite aufschieben. Dabei oben an der Ärmelnaht 0 cm und nach unten hin gehend die gewünschte Mehrweite einschieben. Evtl. Unebenheiten in der Ärmelnaht ausgleichen.
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Bastelhexe



Anmeldungsdatum: 03.05.2012
Beiträge: 4449
Wohnort: Bad Arolsen

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 09:09    Titel:

Doro hat das schon super erklärt.

Vergeß aber bitte nicht beim kürzen, daß Du noch den Umschlag am Ärmelrand dazurechnest. Wink
Ansonsten wünsche ich gutes Gelingen.
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"Lernen ist wie rudern gegen den Strom - wer aufhört, treibt zurück."

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Winterkind



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 1573
Wohnort: Gablingen bei Augsburg

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 09:27    Titel:

Vielen Dank für die Erklärung. Ich werde mir heute mal den Schnitt herrichten und dann schau ich mal, ob ich das hinkrieg.

Aber ich weiß schon, warum ich lieber Patchwork als Kleidung nähe.Alles schöne gerade Teile. Bei Kleidung hab ich schon das Problem, welche Größe ich zuschneide. Von der Oberweite her sollte ich Größe 48 oder 50 nehmen. Aber dann trag ich ja ein Zelt.
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Andrea (eine ewige Anfängerin)

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doro-patch



Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 637
Wohnort: nahe Aschaffenburg

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 09:50    Titel:

Das kommt auf den Schnitt an.

Wenn ein Schnitt gemacht wird, dann wird erst ein Grundschnitt in einer Größe erstellt (Die Firmen haben den meistens eh parat) und der ist Körpernah. Aus dem Grundschnitt wird dann der eigentliche Schnitt gemacht. Dabei werden auch Bequemlichkeitszugaben eingebaut. Die können unterschiedlich ausfallen. Wird 1 cm dazugebastelt ist das Teil immer noch recht enganliegend. Werden 4 cm dazugebastelt, dann sind das schon im gesamten 16 cm Mehrweite. (Schnittteile werden immer als halbe Teile gemacht - also 2 halbe Vorderteile plus2 mal Bequemlichkeitszugabe und 2 halbe Rückseitenteile das ergibt dann die 16 cm.)

Wird dann noch vergrößert, dann kann sich das je nach Methode potenzieren.

Ich habe mal einen Schnitt für einen Janker gehabt. Der bestand aus 2 Sätzen. Einmal 36 - 42 und einmal 44 - 52. Der Schnitt in Größe 42 war tatsächlich weiter wie der in 44. Das lag daran, das einmal der Schnitt in 36 gemacht wurde und einmal in 44. Dann wurden beide auf die anderen Größen vergrößert (nennt sich Gradieren). Und da wahrscheinlich der Schnitt in 44 enger geplant war wie der in 36 war am Ende der in 42 größer wie der in 44.

Nimm ein Shirt, das die Weite hat, die Du gerne hättest. Messe dann unterhalb der Ärmel die Breite des Teiles und dann mess es auch im Schnitt. Der Schnittteil, der der Weite am nächsten kommt ist der den Du brauchst. Das kann durchaus auch mal eine 44 sein oder auch eine 52 je nachdem wie weit der Schnitt ausfällt. (ausgehend von der 48/50 die Du angegeben hast)

Was natürlich noch passieren kann, ist das der Stoff beim Waschen entweder einläuft (Je nach Stoff und wie er vorbehandelt wurde kann das auch mal 5 % - 10 % ausmachen - z. B. bei Biostoffen) oder später ausleiert. Wobei Du das auch bei gekauften Teilen haben kannst. Hab mal ein Shirt gekauft, das war mäßig weit. Nach ein paar Wäschen wars ein undförmiger weiter Sack weil der Jersey total ausgeleiert war. Und das war nicht mal ein billiges Teil für 3 Euronen sondern ein Markenteil.
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Winterkind



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 1573
Wohnort: Gablingen bei Augsburg

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 10:56    Titel:

doro-patch, vielen Dank für Deine Hilfe. So komm ich jetzt weiter.

Ich war 2x in einem Stoffladen im Allgäu. Da arbeitet eine Schneidermeisterin, die uns das Shirtnähen mit der Overlock gezeigt hat. Das war super. Man konnte durch den Laden laufen, sich Stoff raussuchen und sie half beim Schnitt und beim Nähen. Wir waren nur eine kleine Gruppe, das war echt gut. Aber leider kann sie diese Kurse aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen. Und hier hab ich solche Möglichkeiten nicht.
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doro-patch



Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 637
Wohnort: nahe Aschaffenburg

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 11:05    Titel:

Gern geschehen. Ist zwar schon eine Weile her, das ich Schnittzeichnen gelernt habe, aber ein bischen ist noch hängengeblieben. Aber bitte nachfragen, wenn ich evtl. zuviel Fachchinesisch verbreite.
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Crowley



Anmeldungsdatum: 09.02.2015
Beiträge: 140
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 15.05.2017, 09:01    Titel:

Ich finde es sehr interessant, was du zum Thema Schnitterstellung schreibst.

Ich fange gerade erst mit dem Nähen von Anziehsachen an und habe sehr schnell festgestellt, dass meine Maße nicht zu den Schnittmaßen passen. Dadurch habe ich mich schon etwas in das Thema Schnittanpassung einlesen müssen. Zum Glück habe ich dazu einiges im Internet gefunden.

Zu entscheiden, in welcher Größe ich zuschneide, finde ich bei jeden neuen Schnitt immer wieder schwierig. Letztendlich lief es immer darauf hinaus, dass ich nach dem ersten genähten Stück, den Schnitt erst mal anpassen musste. Manche Änderungen (Schulter 1 cm schmaler) mache ich jetzt schon fast standardmäßig, da ich auch bei Kaufsachen oft Probleme (zu weit) im Schulterbereich habe.

Bei den Schnitten, die ich habe, sind in einem Ärmel mehrere Längenmarkierungen i.R. für Kurzarm, 3/4 Ärmel und lange Ärmel. Von daher gehe ich davon aus, dass man bei den meisten Schnitten die Armlänge so anpassen kann, wie man es möchte.
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cailin



Anmeldungsdatum: 18.11.2014
Beiträge: 5899
Wohnort: im Schwäbischen..

BeitragVerfasst am: 15.05.2017, 09:16    Titel:

ich hab ja Jahrelang als Schnittdirektrice gearbeitet und bin heute als Bekleidungstechniker tätig und mache genau das was Doro-patch beschreibt.

heute mache ich ja beruflich keine Schnitte mehr, aber jede Menge Maßtabellen auf deren Basis meine Lieferanten die Schnitte machen und auch gradieren.
ich bin ja für mehrere verschiedene Große Kunden tätig und ich kann euch sagen, "Jeder HUnd sucht sich nen Anderen Baum".. es macht keiner irgendwie gleich.. oder auch nur ähnlich. Selbst in den Verschiedenen Abteilungen eines Kundens sind aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen, die Basis Maße und die Gradierung unterschiedlich.

Das Gleiche gilt natürlich auch für die Unterschiedlichen Schnitt-Anbieter wie Burda, Ottobre, Lutterloh usw..
Genauso ist es selbst bei Burda + Burda plus.. bei Burda-Plus war die 44 mal Schmaler als die 44 in der "Normalen Größe".. habe die auch angeschrieben deswegen.. ehrlich?? wenn ich mir bewußt ne Zeitschrift für Große Größen kaufe, will ich mir nicht nen Schnitt rausmachen müssen, der auch noch ne Nummer größer ist, als das was ich eh schon trage.
War natürlich recht.. sinnlos..

ich kontrolliere jeden Schnitt auf seine Maße bevor ich mir rauskopiere. habe eine etwas breitere Hüfte als Oberweite.. daher muss ich da auch immer modifizieren (okay. ich weiß ja auch wie)
Hatte mir z.b. auf dem Hollandstoffmarkt 2 Kleiderschnitte gekauft.. der erste passte wie angemalt, den 2ten Musste ich an der Schulter um ins. 3cm kürzen, da war er zu lang.

Am Liebsten nutze ich tatsächlich das Lutterloh-System Für mich haben die ne Richtig Gute Passform .z.b. bei Hosen. Burda passt mir da leider gar nicht.. Kleider wiederum bei Burda sind ganz gut..

Es ist doch so, wenn man sich ein industriell gefertigtes Kleidungsstück kauft, dann lebt man oft damit, dass was nicht perfekt passt (oder macht es wie ich und sitzt stunden da und trennt auf) .. wenn man sich aber selber was näht, dann möchte man, dass es so perfekt wie möglich sitzt.

Damit bleibt nur ... modifizieren.. ist halt Maßmode. und zum Glück ist ja von uns keiner gleich dem Anderen..

Aber zur Eigentlichen Frage:
Ja du kannst kürzen und hier sogar noch modifizieren:

Oberarm messen an der Stelle wo du deinen Saum haben möchtest und von der Armkugel die gewünschte Länge.
Dann überträgst du die Länge auf deinen Schnitt (Meist ist der Fadenlauf ja mittig eingezeichnet) und machst eine Linie im 90 Grad winkel und kontrollierst da, ob du deinen Oberarmweite + 1/2cm hast. ansonsten kannst du da noch an beiden Seiten jeweils um den gleichen Betrag anpassen.
Ich kopier mir für sowas übrigens immer den Schnitt einfach doppelt raus, damit ich einen langen und 1 Kurzen Arm hab. man weiß ja nie, wann man den Langen doch mal braucht.
_________________
Viele Grüße
Bianca

manchmal sollte man einfach DAS tun, was einen Glücklich macht, und nicht das was vernünftig ist!!!
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doro-patch



Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 637
Wohnort: nahe Aschaffenburg

BeitragVerfasst am: 15.05.2017, 15:35    Titel:

Als Schnittdirectrice bzw. im Schnittbereich hätte ich auch gerne nach meiner Ausbildung (Bekleidungstechnische Assistentin) gearbeitet, aber zu der Zeit als ich fertig wurde gab es auf einmal keine Stellen mehr. (in allen Bereichen der Bekleidung.) Neue Stellen gabs kaum und 10 Jahre warten, bis die derzeitigen Stelleninhaber (Zu der Zeit waren viele so zwischen 55 und 60 Jahre alt) dann in Rente gehen war dann auch nicht so sinnvoll.

Eine meiner Lehrerinnen hatte sogar mal bei Burda gearbeitet und Schnitte für die Hefte gemacht. Da sie nicht die einzigste war, vermute ich mal, das die Schnitte auch immer etwas unterschiedlich ausfielen. Das war auch noch zu Zeiten, wo es noch keine Computergenerierten Schnitte gab, das fing da gerade erst an.

@Cailin mit dem Lutterlohsystem, da sagst Du was. Das haben die mal beim Flach vorgeführt und ich habe mir auch die Grundausstattung zugelegt, aber das ganze dann gar nicht mehr so verfolgt (Dafür war die Anschaffung aber eigentlich zu teuer). Auch, weil ich für mich schon einige für mich erstellte Grundschnitte hatte, die ich ständig abgeändert und wiederverwendet habe. Und das die Schnitte gut zur jeweiligen Figur passen, das liegt bei denen ja auch daran, das der Schnitt nach einem Grundschema mit den eigenen Maßen erstellt werden.
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BeitragVerfasst am: 15.05.2017, 15:35    Titel: Werbung



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