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16.12.2010




 
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1278
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 16.12.2010, 09:21    Titel: 16.12.2010

„Gut, Kleiner“, begann ich, „dann halt jetzt mal den Mund und hör zu. Also, du hast dir da eine hübsche Gegend ausgesucht. Hast dir wohl gedacht, hier richtest du keinen Schaden an, was? Dummerweise haben wir hier das Landrecht und das schon seit einigen Hundert Jahren. Aber keine Sorge – solange du dich mit mir gut stellst, wird dir nichts passieren.“
Als ich sein dümmliches Grinsen sah, mit dem er mich fragte, ob ich hier der Chef wäre, zweifelte ich zunächst an meinem Urteilsvermögen. Damien hatte doch mehr getankt, als ich wahr haben wollte. Aber es nutzte nichts, ich würde ihm dennoch jetzt gleich erklären, was Sache war.
„Nein, ich bin keineswegs der ‚Obermacker’, aber das hier ist mein Revier und wir respektieren die Grenzen der anderen, sprich: Solange du ebenfalls hier in meinem Bereich bleibst, wird weder dir noch der Kleinen was passieren.“ Das sollte sogar er in seinem benebelten Zustand verstehen.
„Wieso hast du eigentlich ausgerechnet sie gerettet und ihre Eltern nicht?“
Ich gebe zu, mit dieser Frage hatte ich nicht gerechnet. Ich wusste ja selbst nicht genau, aus welchem Grund ich das getan hatte. Verfluchte Schwäche eben.
„Sie ist ein Kind“, erwiderte ich so gelassen, als wäre es das normalste der Welt und ich konnte förmlich sehen, wie sein Verstand arbeitete, um das Gehörte zu verstehen.
„Aha... und warum hast du dann nicht einfach mich abgemurkst? Dann hätte sie noch ihre Eltern.“
Langsam fragte ich mich, ob er mich nicht verstehen wollte. „Also noch mal: Ich töte keine Kinder. Nicht mal dann, wenn ihnen an Vollmond ein Fell und ein Schwanz wächst.“
„Aber Vampire und Werwölfe sind Todfeinde!“
„Sagt wer?“
Meine trockene Gegenfrage brachte ihn vollends aus dem Konzept, überforderte sein benebeltes Hirn und schließlich flüchtete er, indem er einfach ein anderes Thema anschnitt.
„Woher kennst du meinen Namen. Das mit der Geburtsurkunde, das warst doch du!“
„Gut erkannt, bravo.“ Ich glaube mittlerweile konnte ich meine Belustigung nicht mehr vor ihm verbergen. „Ich wäre ein ziemlich schlechter Vermieter, wenn ich den Namen meiner Mieter nicht kannte, meinst du nicht?“
Dem Kleinen fiel buchstäblich die Kinnlade herunter. Er wollte noch einiges wissen, wieso ich ihm die Hütte vermietet hatte, wie ich es geschafft hatte, die Geburtsurkunde zu fälschen, wie ich mir das mit ihm und Shannon vorstellte, denn er habe ja so ein kleines Problemchen an Vollmond und so weiter.
Irgendwann hatte ich dann genug. Der Morgen würde bald dämmern und ich war noch nicht auf der Jagd gewesen. Es war höchste Zeit, andere Seiten aufzuziehen und so legte ich meine volle Willenskraft in meine Stimme, sodass Damien sich einem Befehl nicht würde entziehen können und gab ihm genaue Anweisungen, was er nun zu tun hatte: Er würde Shannon tagsüber, wenn er arbeitete, zu Mrs. Coly bringen, die bereits auf die Kleine wartete. Nach Feierabend würde er Shannon dort wieder abholen und ich würde in ein paar Tagen, wenn die beiden sich aneinander gewöhnt hatten, wieder vorbeikommen, um nach ihnen zu sehen.
Am glasigen Blick des Streuners erkannte ich, dass meine Worte Wirkung zeigten und so stand er widerspruchslos auf und ging zur Schlafzimmertür, wo er sich nochmals umdrehte und mir so lange nachstarrte, bis ich die Hütte verlassen hatte.
Er würde es nicht wagen, etwas anderes zu tun als das, was ich ihm aufgetragen hatte.
Vor Damien und mir lag noch ein langer Weg, aber gemeinsam konnten wir etwas schaffen, das es schon seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben hatte. Gemeinsam hatten wir eine Chance.

_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 16.12.2010, 09:21    Titel: Werbung



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