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14.12.2010




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1278
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 14.12.2010, 01:33    Titel: 14.12.2010

Nachdem ich noch wach bin, kann ich auch gleich noch posten.



Als ich beim Wohnmobil ankam, hörte ich das Fellknäuel bereits schreien, viel Zeit blieb mir also nicht mehr. Trotzdem musste ich vorsichtig sein, da ich von den Eltern unentdeckt bleiben wollte. Hysterische Mütter sind mir ein Graus und vermutlich hätte es den Pelzie noch auf unsere Spur gebracht, wenn die beiden Erwachsenen wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend rannten und ihr Baby suchten.
Aber ich hatte Glück: Die beiden ahnten nichts von ihrem Tod, der da draußen schon wieder vor Schmerz brüllte oder vielmehr jaulte. Anscheinend hatte er seine Verwandlung so gut wie hinter sich gebracht. Das Ehepaar jedoch gaben sich ganz seiner Leidenschaft hin.
Leise, um die beiden nicht auf mich aufmerksam zu machen, öffnete ich die Fahrertüre und holte mir das schlafende Kind, das sich weder vom Stöhnen seiner Eltern, noch vom laufenden Radio, noch vom Jaulen des sich nähernden Werwolfs stören ließ und schaffte es gerade noch, die Kleine und mich aus dem Fahrzeug zu befördern, als dieses vom Anprall der Wolfskreatur erschüttert wurde und die Menschen nun doch endlich merkten, dass hier etwas nicht stimmte.
Ich sah zu, dass ich mit der Kleinen weg kam und erst in sicherer Entfernung blieb ich wieder stehen und blickte zurück.
Im Inneren des Campingwagens tobte das Chaos und ich hörte das entsetzte Kreischen der Frau bis hierher. Für einen Augenblick überkam mich Mitleid, doch das verging rasch wieder und ich wandte mich meinem kleinen Waisenkind in Spe zu, das inzwischen aufgewacht war, sich aber instinktiv ruhig verhielt.
„Kluges Mädchen“, sagte ich leise und in beruhigendem Tonfall, während mich das kleine Geschöpf neugierig musterte. „Onkel Eric macht mit dir jetzt einen kleinen Ausflug, wir müssen noch ein paar Sachen für dich besorgen und morgen hast du dann einen neuen Papa. Komm, Kleines, gehen wir.“
Es war für mich kein Problem, die nötigsten Babyutensilien zu beschaffen. Wozu hat man seine, nun, nennen wir es mal Dienstboten?
Jedenfalls nahm es mir Mrs. Coly nicht übel, dass ich sie Nachts um elf aus dem Bett holte und ihr die Kleine in die Arme drückte, damit sie auf sie aufpasste, während ich meine Besorgungen tätigte: Babynahrung und Windeln holte ich mir aus Mr. Todds Supermarkt, besser gesagt aus dem dortigen Lager. Der gute Todd würde zwar fluchen, wenn seine Inventurliste nicht stimmte, aber das war mir egal. Auch die Urkunden zu fälschen war kein größeres Problem. Schwieriger war da schon die Sache mit der Babykleidung. Ich konnte ja schlecht von Haus zu Haus gehen und dort die Wäsche von der Leine klauen. Noch dazu gab es zur Zeit nur drei weitere Säuglinge hier im Dorf, da wäre es zu sehr aufgefallen, wenn plötzlich ein viertes Baby auftauchte, das genau dieselben Sachen trug wie jene, die zuvor verschwunden waren.
Blieb mir also nichts anderes übrig, als ins nahegelegene Rocky Harbour zu fahren und dort wenigstens so viele Strampler samt Hemdchen zu besorgen, dass der Streuner über die ersten Tage kam.
Innerlich fluchte ich und wünschte mir, ich hätte mich entweder gar nicht erst eingemischt oder dem Pelzie einfach den Garaus gemacht, doch als ich wieder zurück war und Mrs. Coly die Kleine abnahm, legte sich der Ärger rasch wieder.
Soweit war alles geschafft, jetzt brauchte ich nur noch der alten Frau eine neue Erinnerung geben, das Baby samt Ausstattung zurück zum Wohnmobil bringen und dem Streuner seine neue Aufgabe erklären... OK, ein paar Klamotten sollte ich ihm wohl auch noch bringen, denn ein nackter Mann mit Baby, das sah dann doch seltsam aus.
Es dämmerte schon fast wieder, als wir endlich bei den traurigen Resten des einst neuen Campingwagens ankamen und ich entschied mich für die relativ saubere Fahrerkabine, um Shannon, wie ich die Kleine kurzerhand getauft hatte, unterzubringen. Ich schichtete Windeln, Babynahrung, das Köfferchen mit ihrer Kleidung und Pelzies neue Klamotten auf den Fahrersitz, legte den Umschlag mit Geburts- und Sterbeurkunde, sowie dem Begleitbrief darauf und sah zu, dass ich weg kam, ehe mir die aufgehende Sonne eine neue Hautfarbe verpassen konnte.

_________________
Alles Liebe
Petra



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BeitragVerfasst am: 14.12.2010, 01:33    Titel: Werbung



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Bonnie



Anmeldungsdatum: 03.09.2009
Beiträge: 6796

BeitragVerfasst am: 14.12.2010, 17:38    Titel:

Na hoffentlich gewöhnt sich Wölfchen diese Unart bald wieder ab. Jetzt ist es ja nur eins, aber wenn ihm der Vampir sämtliche Babies unterschiebt, deren Eltern von ihm getötet werden, hat er bald eine Fußballmannschaft! Oder vielleicht ist das so eine neue Werwolf-Heilungsmethode? Hals ihnen die Babies auf, dann vergehts ihnen automatisch? Laughing
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Tu was du willst, aber schade niemandem!
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Kathleen Kelly
Moderatorin


Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 6076
Wohnort: Ostalb

BeitragVerfasst am: 14.12.2010, 19:21    Titel:

Jetzt muss ich's auch mal sagen: DANKE liebe Zabanja! drück
Deine Geschichte ist so klasse und spannend! Ich freu
mich nach jedem Abschnitt schon auf den nächsten.
_________________
Liebe Grüße
Heidi
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1278
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 14.12.2010, 19:37    Titel:

@ Bonnie: Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen *lach* Klingt aber interessant Wink

@ Kathleen: Danke dir, das freut mich.
_________________
Alles Liebe
Petra



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