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11.01.2011




 
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Autor Nachricht
Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1262
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 11.01.2011, 09:45    Titel: 11.01.2011

Ich lachte nur und stellte die brabbelnde Shannon auf den Boden. „Sollen wir Onkel Eric mal zeigen, wie groß du schon bist, mein Schatz?“
Triumphierend sah ich zu ihm und ließ sie los. Hätte ich gewusst, dass Eric daraufhin einen Hechtsprung quer durchs Zimmer machen würde, um Shannon vor einem vermeintlichen Sturz zu bewahren, hätte ich ihn wohl vorgewarnt.
Nun lag er vor mir auf dem Boden und Shannon grapschte vergnügt nach seinen Haaren, um sich daran festzuhalten, während Eric zunächst verdutzt, dann stolz dreinschaute und sich ohne zu murren von ihr malträtieren ließ.
„Sie steht ja! Die kleine Fee kann stehen!“, jubelte er und Shannon krähte glücklich mit, was meinen Ohren nicht gerade gut bekam.
„Das ist natürlich ein sehr guter Grund, dich vor mir auf den Boden zu werfen. Endlich hast du das begriffen“, grinste ich frech – aber auch ein wenig gequält. Ich hoffte inständig, dass ‚die kleine Fee’ ihre Tonlage ein wenig veränderte, denn dieses schrille Quietschen war eine Tortur.
„Bild dir nur nichts drauf ein, Flohschleuder.“ Erics Grinsen wurde nicht schwächer, als er zu mir aufsah. Er freute sich ehrlich über Shannons Fortschritte und rappelte sich auf die Knie, um dem Mädchen seinen Zeigefinger hinzuhalten, den sie auch sofort umklammerte. „Na Süße? Wenn der echte Weihnachtsmann kommt, läufst du ihm bereits entgegen, da gehe ich jede Wette ein.“
„Da halte ich nichts dagegen.“
Ich hatte inzwischen damit angefangen, Shannons Gute-Nacht-Fläschchen warmzumachen. Tagsüber aß sie bereits Brei, aber vor dem Schlafengehen und nach dem Aufwachen bestand sie immer noch auf ihrer Milchflasche.
Als sie die richtige Temperatur hatte, reichte ich sie an Eric weiter. Um nichts in der Welt hätte der Vampir sich die Gelegenheit, seine ‚kleine Fee’ zu füttern entgehen lassen. Er war wirklich vernarrt in sie und manchmal fragte ich mich, ob er nicht ein wenig eifersüchtig auf mich war, was Shannon betraf.
Er kümmerte sich rührend um sie, scheute sich auch nicht, sie zu wickeln oder zu baden – was jedes Mal ein kleines Abenteuer darstellte. Als der Vampir sie das erste Mal mit seinen kalten Fingern auf der bloßen Haut berührte, hatte sie vor Schreck zu Weinen begonnen.
Für Eric war eine Welt zusammengebrochen – zumindest wenn ich den Ausdruck seiner Augen richtig gedeutet hatte. Ihm war nichts anderes übrig geblieben, als mir hilflos bei meinen ungeschickten Badeversuchen zuzusehen und mich anzuraunzen, sobald ich sie seiner Meinung nach zu arg unter Wasser rutschen ließ.
Er war es auch, der sich um all das kümmerte, was sie – von Nahrung und Windeln einmal abgesehen – benötigte, angefangen von Kleidung bis hin zu Spielzeug.
Wie und wo er den ganzen Kram auftrieb, wollte ich lieber gar nicht wissen.
Als Shannon dann ihr erstes verständliches Wort sprach – na ja, so verständlich wie man es als Vater eben wahrnimmt – da hob er sie einfach hoch und tanzte mit ihr quer durch die Hütte. Beinahe wäre er dabei mitsamt Kind in die Wand gekracht, er konnte sich gerade noch bremsen.
‚Gesagt’ hatte sie etwas, das wie ‚eyi’ klang, was in meinen Ohren eher ‚Daddy’ lauten sollte, als ‚Eric’, aber ich wollte ihm die Freude nicht vermiesen und ließ ihn in dem Glauben, sie hätte ihn beim Namen genannt. Inzwischen meinte sie uns beide damit und wir reagierten auch beide auf diesen Ruf, sooft sie uns damit rief.

Es dauerte nicht lange bis Shannon ihr Fläschchen geleert hatte und Eric mit ihr im Schlafzimmer verschwand, um sie zu windeln, ihr den Schlafanzug anzuziehen und ihr eine lange Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen, bis sie schließlich friedlich in ihrem Bett schlummerte.
Ich hatte mich gar nicht in dieses kleine Ritual eingemischt, das Eric jedes Mal durchzog, wenn er zu Besuch kam.
Stattdessen wartete ich in der Wohnküche auf ihn, eine halbvolle Flasche Bier vor mir, starrte nachdenklich aus dem Fenster und fragte mich, woher Eric eigentlich kam und was für ein Mensch er gewesen war, als er noch ‚gelebt’ hatte. Ich weiß nicht, warum es mir gerade jetzt durch den Sinn ging, während draußen die Flocken immer größer und die Schneedecke immer dicker wurde, aber es gelang mir auch nicht, an ein anderes Thema zu denken.
Endlich kam Eric zurück, ein breites, glückliches Grinsen im Gesicht und ließ sich mir gegenüber auf einen Stuhl fallen.
Die obersten Knöpfe seines karierten Hemdes standen offen und seine schon abgewetzte Lederhose wies ein paar feuchte Flecken auf, als habe Shannon ihn recht kräftig angesabbert, was ihn aber nicht störte.
„Sie ist der reinste Engel“, schwärmte er und sah mit glänzenden Augen hinaus ins Schneegestöber.
„Zumindest wenn sie schläft“, antwortete ich ihm immer noch recht nachdenklich.
„Tu nicht so, als hättest du so viele Probleme mit ihr“, wies er mich schroff zurecht, was ich geflissentlich ignorierte. Stattdessen fragte ich nach einer Pause: „Woher kommst du eigentlich?“
_________________
Alles Liebe
Petra



Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge
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BeitragVerfasst am: 11.01.2011, 09:45    Titel: Werbung



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Bonnie



Anmeldungsdatum: 03.09.2009
Beiträge: 6796

BeitragVerfasst am: 11.01.2011, 17:30    Titel:

och,ist das süß heute!
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Tu was du willst, aber schade niemandem!
Sylvias Bridal Sampler
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