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Osomyr-Trilogie Band 2 11.03.2016




 
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Zabanja



Anmeldungsdatum: 17.11.2010
Beiträge: 1054
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 10.03.2016, 18:53    Titel: Osomyr-Trilogie Band 2 11.03.2016

Kurze Zeit später saßen Sindamel und Tcha’ron mit ihren Schützlingen sowie Anan, der sie begleiten sollte, auf ihren Lerts. Sie sahen auf den riesigen, sechsbeinigen beinahe verloren aus und nur die Tatsache, dass die Lerts sich zum Auf- und Absteigen auf den Boden niederließen, hatte Selbiges überhaupt erst ermöglicht.
„Vielen Dank, dass Ihr uns diese Tiere leiht, Akilah.“
„Das ist wohl das Mindeste, was ich für euch tun kann.“
Der Fürst, der vor den Tieren stand, wirkte wie ein Kind, das zu einem Erwachsenen aufsah. „Anan, ich vertraue darauf, dass du sie wohlbehalten zurückbringst.“
„Natürlich, mein Fürst.“
Anan zerrte an den Zügeln seines Reittieres und brachte es mit einiger Mühe auch dazu, sich in Bewegung zu setzen. Ihre Sturheit und ihr eigensinniges Verhalten waren der größte Schwachpunkt der Lerts. Wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatten, dann waren sie nur schwer wieder davon abzubringen, doch in der weitläufigen Wüste war das kein wirkliches Problem. Hier gab es keine Mauern gegen die sie laufen konnten und gepaart mit ihrer Ausdauer und Zähigkeit waren sie die perfekten Tiere für dieses Klima.
Nach einem kurzen Abschiedsgruß waren Taris und seine Kameraden auch schon unterwegs und es dauerte nicht lange, bis sie die Ausläufer des Gebirges hinter sich gelassen hatten und sich vor ihnen ein wahres Meer aus Sand ausbreitete. Die Sonne war vor wenigen Augenblicken am Horizont aufgetaucht und ihre Strahlen färbten den Himmel erst rötlich, dann golden.
Dicht an dicht reihten sich die Sanddünen, Wellen gleich und sie schienen kein Ende nehmen zu wollen.
Sharani hielt sich dicht neben ihrem Vater, als könne dieser ihr durch seine bloße Nähe helfen, sich auf ihrem Lert etwas wohler zu fühlen.
„Das sieht alles so gleich aus“, sagte sie leise, als sie mit großen Augen ihren Blick über den Horizont schweifen ließ. „Hoffentlich verirren wir uns hier nicht.“
„Du brauchst keine Angst haben, Kleine“, antwortete Anan und drehte sich zu ihnen um. Das erste Mal trat ein freundlicher Ausdruck in seine Augen. „Ich kenne die Wüste wie meine Westentasche. Solange ihr bei mir bleibt, kann euch gar nichts passieren.“
„Wie habt Ihr es geschafft, Euch hier so gut auszukennen?“, wollte Sharani wissen. Trotz seiner momentan guten Laune war ihr Anan immer noch suspekt.
„Wärst du hier aufgewachsen, ginge es dir genauso“, antwortete dieser und deutete zum Himmel. „Aber es gibt auch so noch Anhaltspunkte. Die Sonne zum Beispiel. Wenn man ein wenig auf die Tageszeit achtet, dann hat man auch eine grobe Richtungsangabe.“
„Wir vertrauen Euch einfach, ich glaube das dürfte am Einfachsten sein“, murmelte Taris, der hinter Sharani ritt. Auf dem riesigen Lert fühlte er sich noch unwohler, als auf den Elbenpferden König Medils. Er war nur froh, dass die Wunde an seinem Arm inzwischen so gut wie verheilt war und ihn nicht mehr behinderte, so konnte er sich wenigstens wieder ordentlich festhalten, sollte eines der Lerts doch durchgehen.
Anan schmunzelte, dann fragte er: „Wohin wollt ihr eigentlich genau? Die Wüste ist groß, habt ihr denn überhaupt keinen Anhaltspunkt?“
„Wir suchen einen Ort, an dem es vollkommen still ist. Kennt Ihr einen?“
„Vollkommene Stille? Nein, davon habe ich noch nicht gehört.“
Der Grys ließ sein Lert ein Stück zurückfallen, bis er neben Taris ritt. „Sonst gibt es keine Hinweise?“
Der junge Magier schüttelte den Kopf. „Nein, das ist unser einziger Anhaltspunkt.“
„Na gut, dann reiten wir einfach mal der Nase nach und halten uns an die Bereiche, durch die kaum jemand kommt, was meinst du?“
„Klingt vernünftig, ja.“

Sie ritten die meiste Zeit schweigend, was zum größten Teil daran lag, dass mit der Sonne auch die Hitze stieg. Taris hatte es eigentlich nicht für möglich gehalten, dass es noch heißer werden konnte, als die Tage zuvor, doch inzwischen fühlte er sich wie ein Stück Fleisch über dem offenen Feuer – dabei war noch nicht einmal Mittag.
Ein rascher Seitenblick zu seinen Freunden zeigte ihm, dass es ihnen auch nicht viel besser zu ergehen schien. Lediglich Anan sah unverschämt frisch und voller Energie aus.
Als die Sonne schließlich noch höher stieg, ließ der Grys anhalten und mit vereinten Kräften bauten sie ein Zelt auf, das ein siebtes Lert zusammen mit der restlichen Ausrüstung und dem Proviant getragen hatte. Den Tieren bereitete die Hitze keine Probleme. Sie scharrten mit ihren Beinen die oberste, glühend heiße Sandschicht zur Seite und ließen sich dann einfach auf dem Boden nieder, um zu dösen.
Im Zelt selbst schien es angenehm kühl im Gegensatz zu draußen – obwohl es auch hier noch deutlich wärmer war, als es Taris und seine Freunde gewohnt waren.
„Wie haltet ihr das nur aus?“, wollte er von Anan wissen, der gerade dabei war, ein heißes Getränk zu bereiten. Wie im Namen der Götter sie das bei dieser Hitze trinken sollten, war Taris schleierhaft. Er schwitzte wie noch nie zuvor in seinem Leben und ein Krug kühlen Wassers wäre ihm jetzt definitiv lieber als ein heißer Tee.
„So heiß ist es doch gar nicht. Immerhin haben wir noch Frühling“, antwortete ihr Führer und grinste, als er Taris’ ungläubigen Gesichtsausdruck sah. „Im Ernst – im Hochsommer ist es hier derart heiß, dass nicht einmal die Lerts auf dem Sand laufen können. Dann könnte man das Brot direkt auf dem Boden backen, wenn er nicht so sandig wäre.“
„Aber das überlebt doch niemand. Wie macht ihr das bloß?“
„Im Sommer ziehen wir uns weiter ins Steppenland zurück“, erklärte der Grys und reichte jedem eine kleine Tasse mit der dampfenden Flüssigkeit, die er zuvor mehrfach über einen großen, klebrig aussehenden Stein hatte laufen lassen. „Dort wird es nie so heiß und unsere Herden finden auch im Sommer noch Nahrung.“
Skeptisch blickte Taris auf die Tasse in seiner Hand. „Und was machen die anderen Völker, die hier leben?“
Vorsichtig trank er einen winzigen Schluck von dem heißen Gebräu und war überrascht, wie erfrischend es trotz seiner Temperatur war.
Anan zuckte die Schultern und nippte an seinem Getränk, ehe er antwortete: „Ich weiß es nicht genau. Einige ziehen um wie wir, andere schützen sich auf andere Art und Weise vor der Sonne. Mir ist es auch egal – solange sie uns in Ruhe lassen.“
Damit war für ihn das Thema erledigt und er lehnte sich zurück und schloss die Augen. „Ruht euch aus“, riet er den anderen. „Wir werden erst gegen Abend weiterreisen, wenn es kühler wird.“

Es dämmerte bereits, als Anan das Zelt abbrechen ließ und anfing, dicke Decken an alle zu verteilen.
„Es wird recht bald eisig werden“, erklärte er auf die verdutzten Blicke hin. „Der Sand kann die Wärme nicht speichern und es kühlt daher nachts extremer ab, als in der Steppe.“
Bald darauf war Taris froh über die Decke und seinen Freunden erging es nicht anders.
Eingehüllt in die Decken kauerten sie eng an die Hälse der Lerts geschmiegt auf den Tieren, die einfach immer weiter geradeaus liefen.
Leises Zirpen drang durch die nächtliche Stille und vermischte sich mit dem knirschenden Geräusch, das die Schritte der Lerts im feinen Sand erzeugten.
Der Sternenhimmel war extrem klar und Taris glaubte, die Mondsicheln noch nie so riesig und nah gesehen zu haben. Es war eine feierliche, ja beinahe magische Stimmung und keiner von ihnen störte sie durch unnötige Worte.

Fünfmal war die Sonne jetzt über ihnen aufgegangen und hatte sie mit ihren heißen Strahlen gequält und genauso oft hatten sie in der eisigen Nacht gebibbert, ohne auch nur einen Ort gefunden zu haben, an dem es vollkommen still war. Immer gab es etwas zu hören: Den Wind, der den feinen Sand aufwirbelte, das Zirpen der Nachtgrillen, die immer erst nach Sonnenuntergang aus dem Sand krochen und ihr Konzert veranstalteten, ja einmal war ihnen sogar ein Izêdrâi begegnet, der sich über den Kadaver eines Robs hergemacht hatte und sich von der kleinen Karawane, die an ihm vorüberzog, überhaupt nicht stören ließ.
Am Vormittag des sechsten Tages, während sie gemeinsam das Zelt aufbauten, sprach Sharani das aus, was alle insgeheim dachten.
„Ich glaube nicht, dass wir hier an der richtigen Stelle suchen.“
Tcha’ron nickte bedächtig und befestigte die Plane an einer der Zeltstangen. „Das fürchte ich inzwischen auch. Es ist viel zu lebendig hier und wo Leben ist, gibt es auch Geräusche.“
„Also kehren wir zurück?“ In Dimnars Stimme schwang Hoffnung mit. Der Waldelb fühlte sich in der Wüste alles andere als wohl und sehnte sich geradezu danach, etwas anderes als gelbbraunen Sand zu sehen.
Anan knüpfte den letzten Knoten und hielt dann die Plane mit einer einladenden Handbewegung auf. „Es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben. Aber erst ruhen wir uns aus, die Nacht war lang und anstrengend.“
_________________
Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.



Hab mich jetzt auch an ein Blöggchen gewagt. Muss aber noch kräftig wachsen.
Fairytales
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BeitragVerfasst am: 10.03.2016, 18:53    Titel: Werbung



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